Spanien ( La Palma )
Paul ist auch froh wieder an Land zu sein. Sogar echte Kokospalmen wachsen hier am schwarzen Strand von La Palma.
Autor: Jens Kwass
… La Palma, die ruhigeren Zeiten mögen beginnen … / Spanien
Jaaa, da bin ich nun, erstmal am Rabenschwarzen Sandstrand und dort ins warme, klare Wasser…. welch ein Traum vom Wanderleben; hohe aber sanfte Wellen waschen mich rein… die ganze Zeit auf der Fähre hatte ich keine Dusche gesehen, und jetzt diese ultimative Frische. Unbeschreiblich.
Es ist warm wie in den Tropen. Wobei das Klima hier direkt an der Küste zu 80% tropisch ist, ändert sich das auf nur wenigen hundert Metern Höhe deutlich, La Palma ist wie die meisten der Kanarischen Inseln eine wahre Berglandschaft. Bis zu 2800 Meter steigt die höchste Erhebung hier an, das ist so viel wie die höchsten Deutschen Gipfel bieten, doch aufgrund der fast tropischen Gegebenheiten, sind die Berge hier viel weiter hoch noch grün.
Lange kann ich am schönen Strand nicht bleiben, zu viel gibt es zu erleben; eine Landkarte und Infos zum Weg auf die andere Inselseite wollen beorgt werden. Sowas kann man immer gut in den herkömmlichen Touristeninfos der Kommunen machen, sofern diese auch geöffnet haben….
Einkaufen soll ich auch noch, nichts finde ich im Essensspeicher des Wanderwagens, nur noch Krümel längs verzehrter Brötchen bleiben mir.
Dank dieser außerordentlichen Spende aus Marbella, lebe ich noch jetzt völlig stressfrei in Sachen Nahrungsmittelbeschaffung, kaufe diese einfach -wenn auch billig in den Supermärkten. Für ein deftiges, warmes Essen im Restaurant bin ich einfach zu geizig, wer weiß wann ich wieder zu Geld komme…. eventuell Weihnachten dürften kleine Spenden der Lieben Daheim möglich sein. Dann leiste ich mir auch mal was tolles….
Vollgepakt mit allerlei Ess und Trinkbarem, steige ich einer sehr dürftigen Landkarte nach, dem Inselinneren entgegen, wandere über herrlich ruhige Straßen recht stark bergauf aus der Stadt, die nun panoramahaft unter mir liegt.
Weiter oben aber, trifft diese schreckliche Hauptstraße auf meinem Weg, die nun leider auch den weiteren Wegverlauf bestimmt.
Nötig ist das, weil ich auf La Palma eingeladen bin, ganz auf der anderen Seite der Insel liegt der zweite Wohnsitz meines altbekannten Gastgebers Peter, den ich schon in Schottland im Wanderleben traf. Dort konnte ich ja neben diesem Kirchenhotel nahe Elgin im Norden Schottlands zelten, lernte Peter (einem Deutschen Auswanderer) und seinen Freund kennen. Beide leben jeweils im Sommer an der “Schottischen Riviera” -wie es Peter zu nennen pflegte, und im Winter 4000 Kilometer südlich davon, auf La Palma, wo sie auch Zimmer vermieten.
Doch auf keinen Fall fahre ich jetzt mit dem Bus dahin, einfach schnöde im Bus sitzen und auf geht’s. Nein ich habe die Zeit und überquere den hohen Bergkamm der die Insel mittig trennt, zu Fuß, das ist doch Ehrensache.
Die fürchterliche Hauptstraße desillusioniert mich aber sowas von, dass ich verzweifelt abweiche auf einem dieser Wanderpfade, in Richtung “El Paso” dem Ort nahe dem Haus wo Peter wohnt.
Endlich Ruhe, keine LKWs mehr die mir gefährlich nahe kommen. Auch auf der ach so beschaulichen Ferieninsel La Palma herrscht einzig und allein, ja, ich betone: Einzig und allein das Auto; keine Seitenstreifen mal wieder, wo man einigermaßen gehen könnte. Wie immer also. Diese Welt -und da wiederhole ich mich sicher noch oft, ist eine Welt der Autos…. Autos, Autos, und nochmals Autos…. es wird gehupt, gerast und Müll aus dem Fenster geworfen…. Kilometerweit schreite ich an Zigarettenschachteln on masse vorbei… Raucher halt, die werfen offensichtlich viel öfter ihren Müll in die Landschaft.
Doch genug gemeckert.
Jetzt wandele ich wieder durch herrliche Landschaften, zwar und komischerweise steil bergab, aber blind vor Genuss diese Ruhe und diesen Frieden hier auf dem Wanderpfad zu genießen, verdränge ich nur zu sehr wie grausam der folglich nur logische Aufstieg sein wird…
Extrem, einfach nur extrem schlage ich den schweren Wanderwagen über den Felsigen Steig nach oben, immer weiter…. zurück gehe ich nicht, vielleicht ist es ja gleich besser, doch je mehr ich aufsteige, um so mehr gerate ich in die Falle.
Nach einer fetten Stunde höllischer Arbeit (ich erinnere mich an die härtesten Abschnitte des Jakobsweges in Frankreich) komme ich natürlich wieder auf diese dämliche Hauptstraße, welch dankbares Ereignis, wie ein feuchter Lappen hänge ich auf der Leitplanke und bin sauer. Weiter also, Ehrensache ist Ehrensache sage ich mir ohne jegliche Überzeugung, aber umkehren jetzt? Niemals, es kann ja nur besser werden.
Nach langer Suche links und rechts der Straße finde ich doch, weit jenseits einer Pinkelecke für blasenschwache Autofahrer -und schlimmeren, einen lauschigen Platz inmitten Mannshoher Erika und traumhafter Aussicht auf Meer weit in der Ferne.
Ach herjee… wie gut dass ich vor Stunden mit solch einen Moment gerechnet habe und Bier im Gepäck finde.
Warmes Bier, was ich über die Zeit zu trinken gelernt habe, das kann ich jetzt sowas von genießen. Jaaa, der Himmel wird wieder lila… das Zelt flattert nur sanft, der Berghang schützt und ich schlafe einfach gut diese Nacht.
Spanien ( La Palma )
Die Fähre (rechts) und die AIDA, (links) zwei verschiedene Schiffe und ein Ziel: Der Hafen von La Palma, wo ich in der Kleinstadt Santa Cruz endgültig wieder an Land gehe.
Allerdings sieht man sich wieder; wohl die gleiche Fähre wird mich am 08. Februar wieder zurück nach Cadiz in Südspanien bringen.
… Aber das dauert noch ………
… Inselhopping, Spanien / Kanarische Inseln
Nach nur zwei Tagen -und Nächten auf See erreicht die Fähre Las Palmas, die Hauptstadt Gran Canarias und somit dessen größter Hafen.
Größer als jener in Cadiz wirkt der Hafen hier allemal; überall Container, Container überall. .. der Konsum dieser so an Verbrauch zehrenden Welt fordert das, hier kommen die ganzen Güter vom Festland auf die Inseln, jedes Jahr mehr und mehr…. wie aus einem Sciencefiction Film brausen seltsame Fahrzeuge durch die bunte Containerlandschaft, wie Spielzeug sehen manche Maschienen hier aus, es macht Spaß hier vom Deck aus dem geschäftigen Treiben zuzuschauen.
Satte fünf Stunden liegt die Fähre hier im Hafen, viel Zeit um einige Dinge zu erledigen die sonst im Wanderleben zu kurz kommen. Ich kümmere mich unten, eingebettet im Polstersitz um meine Website www.metropolen-der-zukunft.de, einem alten Projekt zur Erforschung zukünftiger Entwicklungen von Millionenstädten in der ganzen Welt. Das ist ein Hobby von mir was ich mit großer Leidenschaft verfolge. Informationen dazu recherchiere ich so oft es geht im Internet, was aber seit ich im Wanderleben bin nicht mehr ganz so einfach ist.
Doch manchmal ist eben Zeit dazu, wie jetzt halt.
Unten am Infoschalter (die Fähre hat fünf Stockwerke) tobt ein dummer Trottel dermaßen wild, das Polizisten eingreifen müssen; erst jetzt erfahre ich, dass der erste Stopp, Lanzarote nicht angefahren wurde, wegen des enormen Sturms und Seeganges wohl nicht möglich, scheint eben dieser eine Typ zu meinen, hier völlig auszuflippen.
Irgendwie sieht das eher lustig aus wie sich eineige (gottseidank wenige) vollständig zum Affen machen.
Teneriffa mit ihrem Haupthafen Santa Cruz ist nun am Abend erreicht, auch hier mit fünf Stunden Liegezeit im Hafen.
Nach einer wahren Odyssee auf der Suche nach einem gewohnt billigen Supermarkt in Hafennähe, finde ich supergestresst den Weg zurück um noch rechtzeitig das Auto zur Fähre mitzukriegen. Die ist fussläufig unerreichbar ganz hinten im geschlossenen Bereich des Hafens vor Anker.
Doch ausgestattet mit Literweise spottbilligem Trinkwasser, sowie einem Liter Bier (0, 6 Liter -zwei Dosen Bier, kosten auf dem Schiff sieben Euro) für 80 Cent (und es schmeckt sogar wirklich! ) gehts nun zum Sonnenuntergang auf Deck, sitze allein auf dem grünen Metallboden und schaue rübet zur AIDA, die gerade losmacht und mit gewaltigem Dröhnen sich von Santa Cruz verabschiedet.
Dreimal tutet der 220 Meter lange und über 10 Stockwerke hohe Gigant, der nun langsam aber unaufhaltsam an meiner Fähre vorbeizieht, glitternd und flakernd voller Lichter zeigt diese schwimmende Kathedrale der allgegenwärtigen Wohlfühlgesellschaft, wie gut es uns Menschen heute doch geht.
Ebenfalls vorbei an der nicht minder großen “Mein Schiff”, einem weiteren Superkreuzer (natürlich auch mit tausenden Passagieren aus der lieben Heimat) werde ich Zeuge einer neuen, ganz besonderen Zeit in der Geschichte der Menschheit; anstatt sich zu bekämpfen, anstatt sich mit Kanonen zu beschießen, pfeifen sich die Insassen der neuen Superschiffe unserer Zeit einfach zu, immer wieder blitzt es beiderseits, jeder macht ein Foto des jeweils anderen….
Welch ein Glücklicher Moment, auch hier für mich, ganz allen auf dem Grün Gestrichenen Metallboden mit dem Billigbier in der Hand, hier auf der schrabbeligen Fähre, ganz abseits dieset schwimmenden Glitzerwelten.
Mittlerweile finde ich sie sogar sympathisch, ja irgendwie freundlich, da ich schon als Kind große Schiffe seltsamerweise als “böse” empfand, ja als bedrohlich sogar. Vermutlich weil in Film und Fernsehen immer nur Kriegsschiffe zu sehen waren, aber auch die Butterfahrt mit Oma auf der Nordsee damals nicht wirklich kindergerecht war….
Ich freue mich wieder über all den Wohlstand, dass es so vielen Menschen so gut ergeht, auch im Bewusstsein das es zugleich noch nie soviel Armut anderswo gibt, es ist also noch viel zu tun für uns Menschen, verdammt viel. Aber alles dermaßen schlecht zu reden, wei es Medien oder so mancher am Stammtisch vermögen, ist auch nicht das Wahre….
Etwas schnasselig vom Bier schlafe ich trotz starken Wellenganges recht gut.
Das letzte Ziel der berühmten Kanarenfähre ist um acht Uhr morgens erreicht: La Palma, die nördlichste der sieben Kanarischen Inseln, wo ich nun über drei Wochen bleiben werde, wo mich bald Edmond wieder besuchen kommt….
Ausgeschlafen schaue ich vom hohen Deck in den übersichtlichen Hafen von Santa Cruz de La Palma, der Blick ist klar und rein wie die Luft. Es schmeckt nach See und Salz, der leichte Wind ist mild wie ein lieblicher Sommermorgen.
Ach schaue mal, wie ein schlafender Kollos liegt weit drüben die dicke AIDA wieder, sie ist schon vorher los und hatte das gleiche Ziel.
Endlich wieder Land. Der Wanderwagen rollt hinaus, mit mir auf diese herrliche Insel…..
Spanien ( Las Palmas )
Stundenlang verbringe ich die Zeit auf Deck, draußen und schaue auf den aufgebrachten Atlantik. Gut eingepackt in dicken Sachen, widerstehe ich der Frische.
Große Öltanker begegnen der Fähre, wie hier im Hafen von Las Palmas de Gran Canaria, dem ersten Halt der Reise nach La Palma.
Ausnahmsweise ist hier das Wetter nicht sonnig, nur wenige Tage im Jahr schaut der Himmel hier so grau aus. Das ist was Besonderes!
… 1400 Kilometer über den wilden Atlantik …
Wieder ist einiges an Zeit vergangen, einiges an Zeit ohme zuverlässigen Internetzugang…. es gibt schlimmeres, die Überfahrt von Cadiz war einfacher und ruhiger als ich dachte. Wobei es echt alles andere als ruhig aus hoher See zuging, doch Angst hatte ich nie, im Gegenteil, wo andere tief im Bauch des mächtigen Schiffes Schutz suchten, begab ich mich lieber ins Freie, auf Deck, wo Windstärken um die 120 nur so fegten…. unglaublich, welch eine aufgebrachte Laune diesen Ozean aufwühlt, irgendwie aber nicht mit solcher Wut wie man es aus den Filmen kennt, wo große Klipper an Monsterwellen zerbrechen. … (aber solche Gedanken kommen halt)
Ich fühle mich sicher, sicher weil ich es merke wie unter den Füßen, wankend viele tausend Tonnen sich durch die meterhohen Wogen des tiefen, dunklen Wassers pflügen.
Es ist anstrengend bei diesem Sturm und Seegang, einigermaßen relaxt über die Reeling zu schauen und zu versuchen, in die bedrohlichen Tiefen des Atlantiks zu schauen der mit vier Kilometer tief genug hier ist, um gleich einen der ganz hohen Berge der Alpen vollständig zu verschlingen. Auch tief genug um dieses Schiff in einem Schluck als Nussschale zu vertilgen…. doch es schwimmt einfach obendrauf weiter….
Während einige (vor allem weibliche) Passagiere die stark wankenden Nächte mit einer Plastiktüte neben dem Schlafplatz verbringen, merke ich statt Seekrankheit eher unbändiges Hungergefühl, speise, esse, verzehre pausenlos alle Vorräte die ich vorausschauend und reichlich in Cadiz besorgte und habe immer mehr Hunger….
Nicht jur daß ich mich schon schäme, auch das Portemonnaie muss nun büßen; hier auf dem Schiff gelten Höchstpreise. Das Leitungswasser hier schmeckt grauenhaft, wahrscheinlich weil es schonmal getrunken, wieder aufbereitet auch nur zum Händewaschen taugt. Zum Glück hat mein Magen keinen Ärger gemacht, da ich immerhin einen Liter davon aushalten musste, bevor ich aufgab und das extrem teure Mineralwasser an der Bar kaufte…
Schlafen konnte ich auf dem Boden zwischen den Sitzen in einem der Räume die eher an einem Kino erinnern, anstatt in den Kabinen. Dort aber befürchte ich dem Schnarchen irgendwelcher Mitreisender auf engstem Raum völlig ausgeliefert zu sein; die Wahl des riesengroßen Gemeinschaftssaals ist da besser, hier sind nur wenige und zwischen den Sitzen ist genug Platz für die Luftmatratze.
Spanien ( Cadiz )
Cadiz, umgeben vom Meer ist einer der schönsten Städte im Land, auch wenn’s nicht gleich zu merken ist, dass es sich um Europas älteste Stadt handelt, da es hier, wie in Rom oder Trier, keine Antiken Bauwerke gibt.
Mir wurde erzählt, dass vor dreihundert Jahren ein gewaltiger Tzunami über die Stadt fegte und alles in Trümmern legte….
Cadiz ist zudem der einzige Hafen wo eine Fähre zu den 1200 Kilometer entfernten Kanaren fährt, meinem nächsten Ziel…
…. Vor der großen Überfahrt … ( Spanien / Cadiz )
Nichts zu sehen von der unglaublich historischen Größe der Stadt Cadiz. Gut 500 Jahre älter als Rom, etwas älter als Athen, aber nirgends finde ich hier Antike Zeugnisse jener Zeit; Cadiz ist wie fast alle Spanischen Städte eher modern, sehr modern geprägt; Hochhäuser ohne Ende erstmal, keines davon älter als 60 Jahre, eine Stadt wie erst vor kurzem aus dem Boden gestampft.
Doch dann endlich erscheint sie dann, die Altstadt -so im letzten Drittel der langen Insel auf der Cadiz liegt, werde ich ganz automatisch von einer wunderschönen Prachtstraße in Richtung Kathedrale geleitet, eine Wohltat für das irritierte Auge, sehend nach gemütlicher Bausubstanz abseits der permanent anonymen Fassaden in Billigbauweise.
Dennoch, auch hier ist nichts älter als einige Hundert Jahre. Die Kathedrale, wohl das historische Zentrum der alten Stadt, entstammt gerade mal dem ausgehenden Mittelalter – vermute ich mal.
Ich kenne sie ja noch, die Superbauten aus dem elften Jahrhundert in Burgos, Leon oder Santiago, – ja, dieses Santiago, …. sowas gibt’s in Spanien einfach nur einmal; eine ganze Stadt so altbacken, so unverfälscht als läge sie in Italien.
Jaja, Spanien und seine Alten Städte, als wenn es einst wie in China zur Kulturrevolution gekommen wäre; Spaniens Städte verlieren sich im Einerlei praktischer Betonmassen….
Außerdem bin ich ja hier tief im Süden; damals auf dem Jakobsweg war ich im hohen Norden dieses großen Landes unterwegs, dort bleiben sie noch in Erinnerung diese Kathedralen der Unvergessenheit.
Hier im Süden ist das anders, hier prangt lediglich Granada mit seiner Alhambra hervor, absolut alles wieder gut machend jenseits von Benidorm und urbanen Wildwuchses.
Cadiz ist aber einfach schön, lebenswert und in einer unvergleichlichen Lage auf einer Insel, zwar von zwei Straßen erreichbar, aber nahezu allseits vom Meer umgeben.
Hier im Gewirr der schmalen Straßen, ja Gassen der Altstadt suchte ich schon mit etwas Mühe die Adressen meiner Gastgeber hier.
Zuerst bei Ana Nuñez, einer temperamentvollen, authentischen Spanierin (die aber Deutsch kann) wo ich in dessen WG mit acht Leuten immernoch Platz fand.
Welch Tage, Studentenleben pur, und das auf Spanisch – Schlafen in der Nacht ? Sowas gehört sich hier nicht und ist eher “uncool”.
Das Essen…. ja das gibt es hier aus der Pfanne direkt auf den Tisch, woraus alle dann gemeinsam futtern, – ganz Andalusisch ohne eigenen Teller… sowas sei sehr “Deutsch” fügte Ana hinzu…
Doch hier blieb ich nur eine Nacht (Glücklicherweise waren fast alle WG Bewohner noch vom Vortag so verkatert, dass ich früher ins Bett durfte) war aber fit am nächsten Morgen und wechselte gleich in die nächste WG, da ich auch dort über Couchsurfing eingeladen war.
Hier gibt es sogar 20 Bewohner, die allerdings anders organisiert hier eher in einer Art Studentenwohnheim hausen, jeder in seinem kleinen Zimmer auf drei Stockwerken, die Küche ist unten.
Hier ist immer der Deibel los, ein Ameisenhaufen wäre dagegen eine Geisterstadt. Doch wohlfühlen kann ich mich hier durchaus; so sehr dass ich wiederkomme, wenns in zwei Monaten von den Kanaren mit dem Schiff wieder nach Cadiz zurück geht.
Ja, heute ist es nun soweit, die Fähre macht um fünf los, eine gemütliche Zeit um in See zu stechen, 1400 Kilometer in den Atlantik hinein nach La Palma, einer Vulkaninsel die zu den Kanaren gehört.
Dort ist jetzt wirklich Sommer und noch wärmer als hier in Cadiz. Drei Tage dauert die Überfahrt… geschlafen wird auf Deck, gegessen was ich mir heute billig im Supermarkt besorge.
Adios Cadiz…. ich komme bald wieder…
… Gschafft, Cadiz ist erreicht…. ( Spanien / Cadiz )
Europas älteste Stadt, das soll Cadiz sein; 3200 Jahre ununterbrochen besiedelt und der Ausgangspunkt meiner baldigen maritimen Aktion: 1300 Kilometer übers Meer bis zu den Kanarischen Inseln, wo ich ja fast zwei Monate überwintern möchte.
Yep, und Couchsurfen klappt sogar auch. Bin eingeladen hier und bleibe nun zwei Tage…
Goldenes Wild-Camping ( Barbate / Spanien )
Ach welch ein Glück, gleich hinter der Kleinstadt Barbate erstreckt sich dieses herrliche Waldgebiet.
Samtweiche Strandkiefern, Sandboden und viel Ruhe. Zwar musste ich weit hinein, um nicht erwischt zu werden, aber gelohnt hat’s sich allemal.
Barbate, welch ein sympathischer Ort, hier an der langen Costa de la Luz am Atlantik, keiner kennt den, aber hier bleibe ich jetzt einfach bis morgen. Dann geht’s schon nach Cadiz -wieder mit dem Bus um bald dann in See zu stechen, zu den Kanarischen Inseln….




