Italien -Region Lombardei- (10.09.2014)
Chaos und der wahre Horror eines Autofahrers: Milano, zwar nicht die größte (es geht noch schlimmer) aber die erste Wirtschaftsmetropole Italiens, in der täglich ca eine Million Autos um jeden Quadratzentimeter kämpfen als gebe es kein Morgen…. Parkplätze sind hier natürlich extrem schwer zu finden, jeder nur erdenkliche freie Platz wird innerhalb von Sekunden okkupiert. Keine Chance also und möglichst mit dem Bus fahren…
Ich hingegen erkunde den Urbanen Höllenjungle zu Fuß, in Indischen Megametropolen hatte ich lernen können mit solchen Verkehrsinfarkten zurecht zu kommen und es macht mir echt Spaß durch dieses Treiben zu ziehen, Kilometer für Kilometer, das dichte, vielstöckige Häusermeer nimmt kein Ende.
Irgendwo mittendrinn dieser riesige Platz mit dem Mailänder Dom, der wie ein kolossales Raumschiff inmitten diesem Urbanen Einerlei wirkt.
Zu sehen wie in Rom gibt’s hier eher nicht so viel; Milano ist im 19ten Jahrhundert gewachsen, wurde einst als Vasall Napoleons schön und groß gemacht. Heute dröhnt Italiens erste Kultur und Geldmetropole zwar genauso laut wie Rom oder Napoli, aber eben anders; in Milano wir richtig Geld verdient, hier sitzen die großen Namen der Italienischen Industrie, Mode und Medien sind hier am stärksten vertreten, und das merke ich hier überall.
Auch an den Menschen; wie überall in den Westeuropäischen Metropolen, drängen sich an jeder Ecke viele, viele Zuwanderer aus Afrika. Hier in Milano sind es besonders viele aus Bangladesch, die hier in Scharen die wohl zukünftig drohende Überalterung der Italienischen Bevölkerung, scheinbar auf ewig eindämmen könnte. So kommt es mir zumindest vor.
An vielen Stellen wird wieder gebaut; die Urbane Stagnation hat eindeutig ihr Ende gefunden, Baugerüste bis in den Himmel zeigen: Es wird voller, es wächst…. eben auch hier in Italien.
Zudem ist Milano das Zentrum einer Region, die dicht an dicht ungefähr 200 Städte im Umkreis von 100 km gut acht Millionen Menschen beherbergt. Bis hoch an die Schweizer Grenze reicht das, zieht sich weit ins platte Umland das von Autobahnen, Schnellstraßen und Zersiedlung geprägt ist.
Milano ist eine echte Metropole. Das merke ich hier und im Gegensatz zu Torino, viel heftiger, viel agressiver, wenn auch nicht weniger angenehm; es hat schon seinen Reiz sich hier treiben zu lassen, -wenn man es kann, und dazu braucht es nichts weiteres als Ruhe und Zeit…. das scheint hier leider den allermeisten zu fehlen….









