Italien -Region Piemonte-  (07.09.2014)

Wieder in Torino (Turin) wo ich vor einigen Monaten schonmal war, die Sache aber wegen permanenten Regens ein zimlicher Griff ins Klo war…. damals sah ich die Hand vor Augen nicht, dermaßen geschüttet hatte es. Ohnehin viel dieser kuriose Sommer allenortens in Europa ins Wasser. Doch heute an diesem Sonntag scheint es ganz nlrmal zu sein; 30 Grad, Waschküchenklima und einigermaßen Sicht.
Wenns richtig klar ist, sieht man von hier oben auf Turin und die hohen Berge der Alpen im Hintergrund. Das sei allerdings für heute zu viel verlangt; zu diesig ist die feucht warme Luft…

Über Turin hatte ich ja schon damals geschrieben. Wiederholen mag ich aber, dass diese Kathedrale (rechts im Bild) die wohl komischste ist, die ich je sah. Zugleich und eben auch deshalb ist sie das Wahrzeichen der Millionenstadt in der ich heute gut aufgehoben bin, bei Silvana und ihrer Familie. Mitten drinn im Zentrum von Torino.

Heute wird’s ein langer Tag. Begonnen im tiefen Bergwald von Valle d’ Aosta bis hierher in die viertgrößte Stadt Italiens; schon im Zug fing alles sehr Italienisch an: Der Schaffner erlaubte mir ohne Tiket umzusteigen (die zweite Bahn fährt ca 60 km bis nach Turin) und verkauft mir ein Tiket im Zug. Normalerweise soll man das am Automaten im Bahnhof machen, doch dafür war keine Zeit.
Schön: Der Schaffner hatte mich aber dann vergessen, trödelte im Abteil umher und zak, ich war zum Nulltarif in Turin angekommen *freu*

Sarah, ein 18 Jähriges Mädel aus den Bergen Valle d’ Aostas, kommt mit mir (auf gutem English) ins Gespräch, schwärmt nahezu vom Lotter – Wanderleben, als ich ihr von meinen Abenteuern erzähle. Naja, das Lottern kommt nicht von mir, wird mir eben gern unterstellt: Wanderleben = herumtingeln wohin der Wind mich trägt. Mitnichten, aber dazu reicht die Zeit nicht um auf all das einzugehen was so ein Dasein für ein Organisations-Monstrum sein kann.

Doch immer wieder staune ich aufs neue; ein Bier will sie mir spendieren, und drückt mir noch einen Fünfer in die Hand. Eine kleine Hilfe fürs Leben auf Tour sagt sie.

Ich habe sie eingeladen. Irgendwann in 20 Jahren bin ich ja schwer reich geworden durch meine Geschichten auf dem “Welt Weg”, sage ich ihr. Da lade ich dich auf meine eigene Insel in Französisch Polynesien ein……

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