Italien -Region Valle d’ Aosta-  (06.09.2014)

Tief im Wald, und dazu noch so ein düsterer, finde ich nach fürchterlich beschwerlichen Aufstieg über einen Schotterweg ein Versteck für mein Nachtlager. Ja, dunkel und feucht ist es hier in diesem Seitental, dicht bewachsen mit Laubgehölzen wo ich mich in die Botanik abseits der Piste auf den Hang verschlage, finde endlich eine einigermaßen ebene Stelle für’s Zelt. Baumwurzeln drücken zwar in der Nacht, aber trotz der vielen Tierstimmen, schlafe ich gut und lang….

Unten im Ort (St. Vincent) finde ich am nächsten Tag nach längerer Anlaufzeit den Zug hinaus aus dem Aosta Tal, hinaus aus den Bergen….
Eine nette Frau mittleren Alters spendiert mir noch die Fahrkarte ins Nachbardorf, von wo die Bahn Richtung Turin geht.
Dort angekommen, habe ich Glück; heute am Sonntag sind hier in Italien im wahrsten Wortsinn die Bürgersteige hochgeklappt. Der Bummelzug kommt genau richtig (Ansonsten wären ernorme Wartezeiten hier in der Provinz angesagt) und bringt mich für echt günstige 3,70 ganze 35 km weiter.

Liebliches Valle d’ Aosta (gesprochen: Waldosta) welch schöne Zeit hatte ich hier. Jetzt aber, nach all den Tagen in der Wildnis, ohne Dusche und Steckdosen (meine Geräte, oh je, meine Geräte…Tablet PC, Akkurasierer und Handy sind total leer…) freue ich mich wieder auf die Stadt…

(Bild: Der Blick zurück ins Aosta Tal von St. Vincent aus)

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