Zamora … (Spanien)

Wieder eine neue Region, wieder ein neues “Land” auf dem Iberischen Mini-Kontinent was ich nun auf meinem “Welt – Weg” erreiche.
Gestern noch im völliger verregenten Puebla de Sanabria, was als Zielort gleich hinter der Grenze von Portugal aus, meine Fussläufige Wanderschaft beendete, und heute schonwieder in Zamora, welches ich diesmal mit dem Zug “erwandert” habe.
90 Kilometer weiter in die unendliche Hochebene Zentralspaniens, auch “Meseta” genannt, mir noch wohlbekannt aus Tagen des Nordspanischen Jakobsweges, bin ich jetzt in der Provinzstadt Zamora bei Esmeralda zu Besuch.
Endlich wieder mal ein Dach über mir, Esmeralda lässt mich in ihrer Wohnung auf der Couch nächtigen,  und endlich gibt’s auch wieder eine tolle Dusche… auch wenn ich im Wald zuvor nicht unbedingt “dreckig” blieb, da es bei einer gewissen “professionellen” Katzenwäsche durchaus möglich ist offensichtlich hygienisch zu sein, fehlt mir schnell das Gefühl einer ausgibigen Reinigung, die halt nur in Sachen Badezimmer klappt.  ( Ein Versuch in einem überlaufenden Gebiergsbach zu baden, schlug fehl;  einfach zu extrem kalt…)

Somit ist es schon möglich und machbar über sehr lange Zeit, sauber und gepflegt auszusehen; auch meinen Akkurasierer lade ich immer wieder mal auf unterwegs,  (in den Bars wo ich auch WiFi bekomme ) um mich am nächsten Morgen am Zelt, fein zu machen.
Doch nur diese blöde Wäsche ist immer so eine Sache; Socken, Unterwäsche und überhaupt,  alles stinkt total und schnell… ohne ausgibges Durchwaschen, ja ohne Waschmaschine ist es echt schwer auch noch angenehm zu riechen…. dieser unsägliche Menschliche Körper ist einfach eine wahre Stinkmaschiene, schwitzt, ölt und mufft permanent.  Ein Kampf gegen Windmühlen,  ein ständiges Organisieren gegen den eigenen Mief den man selbst auch noch nicht merkt…  alles eine Übungsfrage mit der Zeit.

Jetzt aber vertröme ich wieder Frühlingshafte Wohlgerüche, ganz gemäß Esmeraldas Wahl des Weichspülers im Duft jener Zeit die wir alle hier so vermissen: DEN FRÜHLING.
Naja, ich bin jetzt wieder GANZ sauber und wir haben immerhin schon März,  wenigstens ein Name der irgendwas mit Frühling zu tun hat…auch wenn das hier im tiefster,  Spanischer Provinz kaum zu merken ist. Lausige vier Grad waren es heute morgen, bei scharfen, nasskaltem Wind…
So kämpfte ich mich durch Zamora, war überrascht von der tollen Altstadt,  gelegen auf einem hohen Felsen zieht sich diese einen Kilometer auf seinem schmalen Rücken daher, ausnahmsweise mal im Sonnenschein das Ganze,  schaue ich vom Schlosspark bei der 950 Jahre alten Kathedrale ins flache, weite, ja so weite Land Kastiliens, Spaniens ureigenster Kern und die Wiege dieser Kultur.

Um die Größen Spanischer Regionen zu verstehen,  passt der Vergleich mit dem Mittelgroßen Portugal; die Kastilia Leon, die Region in der ich nun bin, ist mit 94.000 Quadratkilometern sogar noch ein bißchen größer als ganz Portugal (92.000 km), wobei wiederum Portugal viermal mehr Einwohner hat .
Jaja, deshalb bin ich noch immer, oder schon wieder in Spanien, diesem eben so großen “Schwerpunktland” auf meinem “Camino Mundo”, dem “Weltweg” durch alle Länder und Regionen dieser wunderbaren Welt….

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