Sooo, wieder gehts weiter.Endlich.
Nach etlichen Tagen in der dennoch schönen Heimat, – es fiel mir garnicht schwer länger zu bleiben; der Oktober war diesmal wirklich Gold, bin ich in einem Rutsch weit nach Süden gekommen.
Nicht über Westfrankreich, wie eigentlich geplant, preschte ich mit dem Bus direkt nach Barcelona, verließ mein sonniges, nach Herbstlaub duftendes Zuhause um vor der winterlichen Dunkelheit am heimischen Horizont zu fliehen…
Da ich Frankreich ja schon wirklich gut kenne (letztes Jahr wanderte ich auf dem Jakobsweg fast 3000 Kilometer allein in Frankreich) denke ich, dass es nicht schlimm wäre, die mir noch fehlenden Westregionen außen vor zu lassen, und stattdessen gleich in den Süden zu stoßen.
Nun sitze ich hier, habe endlich ein WiFi angetrieben und schwitze bei sagenhaften 27 Grad.
Auch hier in Spaniens Nordosten, ist es momentan viel zu warm.
Mir solls recht sein.
Die Busfahrt allerdings war die reinste Hölle: 26 Stunden in Sitzhaltung, kein Internet (wie in der Werbung gegenteilig versprochen) und dementsprechend kein Schlaf; völlig fertig fand ich mich dann Vormittags, nach ausgeharrter Nacht in der Mega – Sardienenbüchse mitten in der Supercity Barcelona wieder; wahnsinniger Straßenverkehr, wunderschöne Boulevards, jaaaa, Palmen und Gottseidank Feride, meine rettende Gastgeberin für diese Stadt.
Wir hatten uns schon, wie ich es üblicherweise immer versuche, über Couchsurfing gefunden, Feride ist 32, lebt allein in einer kleinen, gemütlichen Wohnung in der Stadtmitte und suchte gerade mich von gut 40 “Bewerbern” aus, die sich ja schnell für eine Couch in dieser tollen Stadt zusammenfinden.
Endlich hat es wieder funktioniert: Couchsurfing, einst totgeglaubt (in England ging es garnicht…) scheint hier in Spanien wieder zu fluppen. *freu*
So, jetzt muss ich mal unterbrechen, jemand interessiert sich sehr für meinen Wanderwagen, der vor dem Cafe geparkt steht, indem ich jetzt hier schreibe…