Italien -Region Abruzzo- (19.10.2014)
Also in Ortona soll ich heute mein Heil finden, sehe auf der Landkarte die überschaubare Siedlung und eben den Strand. Strand? Nee, eher eine Küste bestehend aus dicken Felsen, künstlich aufgeschichtet um diesezu befestigen.
Ich ärgere mich schwarz, dass ich wieder mit komplett leeren Vorratstaschen ankomme, wieder mal zuerst nevig und aufwändig nach Supermarkt und Co suchen MUSS … mein Bauch ruft laut nach reichlich Nahrung, wobei ich schon in Pescara kräftig Pizza gefuttert hatte…. (jene Pizzaecken für 1,20€, gleich mehrere)
Doch heute ist immernoch Sonntag, und da gibt es rein NIX zu kaufen.
Auf und ab schleppe ich mich durchs kleine aber steile Stadtzenrum von Ortona, welches sich erhaben wie ein kolossaler Balkon über den Hafen erhebt. Da musste ich erst mal hoch, der Zug fährt ja immer unten….
Uuuuufff, erfolglos bettele ich in den zwei Cafes nach was essbaren, doch für saftige 3,50€ für ein schlaffes Sandwich, müde in der gläsernen Auslage klebend, will man mich nur noch abzocken.
Resigniert torkel ich wieder runter zum Hafen, bestraft der Faulheit wegen, schon nicht zuvor in den vielen Kaufläden in Pescara mich eingedeckt zu haben, finde ich instinktiv den Weg zur Bar am Bahnhof; lauter Fussball und Rennsport dröhnen durch den komplett undekorierten Raum. Einzelne, nicht minder laute, ältere Männer stehen herrum und debatieren übers Spiel am Monitor.
Ich leiste mir eine dicke, eiskalte Flasche Bier und ja, labe mich an der kleinen aber deftigen Wurst & Käseauslage, zahle Höchstpreise für einfachste Kost, aber so ist es nunmal: Wenn der Bauch leer ist, gibt es kein Halten mehr…
