Wooouhhw….was deftige Kost; in der letzten Region, dem Elsass wird aber sowas von herzhaft gegessen… so sehr, dass ich mich schon zufrieden gebe mit diesem Bild, was ich an einem Souvenierladen gefunden habe…
Das Elsass (zusammen mit Lothringen) war ja mal vor dem zweiten Weltkrieg Deutsch, eben auch was das Essen anbelangt.
Somit ist in ganz Frankreich die Elsässische Küche als die kräftigste bekannt. Lediglich um Lyon haut man ähnlich deftig rein, allerdings ohne Sauerkraut und Würstchen.
Zudem wird hier, in dieser flächenmäßig kleinsten Region Frankreichs, das landesweit bekannteste Bier gebraut, wem wunderts, das Kronenbourg, oder auch bekannt unter dem Label “16.66” – wer kennt es nicht zwischen Lille und Bordeaux ?!
Von Hericourt, einem kleinen Ort, wo ich noch im Wald zelten war, trampte ich weiter über Belfort nach Mulhouse (Mühlhaus) wo ich schon lang mit Yves verabredet war, den ich seit Gran Canaria kenne. Mulhouse, im Dreiländereck zu Deutschland und der Schweiz gelegen, ist eine verschlafene mittelgroße Stadt, das Zuhause von Yves der allein in einer echt tollen, kleinen Villa lebt, in der ich wunderbar nächtigen konnte.
Kurz war unsere Zeit, viel die Prozente im Blut vom guten Wein… am nächsten Tag schleppe ich mich eher von der Couch und werde promt aber wieder von der Freundlichkeit dieser Leute hier überrascht; Yves spendiert mir das Zugtiket nach Straßburg, saftige 18 Euro die er mir vergönnt, wohl aus Unlust mich jetzt zur nächsten Autobahnauffahrt zu schicken, von der ich dann Trampe.
Endlich mal Bahnfahren. Düster ziehen die Vogesen, eine sanfte aber bestimmende Bergkette, links an mir vorüber, spiegelglatt das Land aus dem sie sich erheben, grau und garstig die Witterung heute. Ein Foto gelingt kaum bei diesem Licht, wobei es doch so spektakulär aussieht, wie teils die zerfledderte Wolken in den Hängen kleben.
