Vatikanstadt  (29.10.2014)

So lang its es nun wieder her seit meinen letzen Eintrag vor sechs Tagen, gefühlt noch länger, da ich zwischenzeitlich soooo viel erlebt & gesehen habe; somit einen Sprung, ganz, ganz hoch über Rom hinüber ins Herz der Katholischen Welt, ins Epizentrum von 1,225 Milliarden Gläubigen weltweit dass hier seit über 1700 Jahren – mit nur unwesentlich, kleinen Unterbrechungen, seinen Sitz hat: Der Vatikan.

Nicht nur den Chef (Papst Franziskus) finde ich hier, umher fahrend in seinem Papa-Mobil, sondern auch meinen lieben Freund Georg, mit dem ich all die wunderschönen, reichhaltigen aber auch entspannten Tage hier in Rom verbringe; ein Bett in seiner Ferienwohnung + sein unheimlich ausschweifendes Wissen und Verständniss gegenüber all der Theologischen Substanz und Geschichte die sich hier wie nirgends sonst auf der Welt dermaßen überdicht konzentriert, verschaffen mir und uns, wieder eine unvergessliche Zeit.

Ja, wie man hört, es geht mir gut und selbstverständlich zieht es den Humanisten (mich) sowie den kritischen Katholiken-Veteranen Georg, heute zur Papa Audienz; früh morgens, schon um sieben gings ab zur Piazza S. Pietro, (Petersplatz) direkt vor dem kollosalen Petersdom gelegen, an dessen Front der Papst seine wöchendliche Rede hält. Ja gesehen habe ich ihn ganz nah, wobei er es mir so in keinster Weise ist. Doch wie dem auch sei, berührt sowas irgendwie die kühlste, dem ganzen religiösen Spiel noch so ferne Seele; die symphatische Aura eines solch großen Führers lässt keinem kalt. Ich konvertiere für nur wenige Sekunden zum Christen, fühle mich unglaublich wohl inmitten der 80.000 die hier und jetzt versammelt sind, höre das raunen und staunen der Masse, lasse mich einfach mitziehen. Ganz sanft.

Dann bin ich wieder -ganz automatisch, zurück in meinem Haus, im Haus meiner Gedankenwelt und freue mich über diesen kleinen Ausflug ins andere Universum; ja, denn ganz genau so kann man all das hier wirklich nennen: Mit welch einer reichen Geschichte, welch einer geballten Konzentration “erschlägt” einem die gegenwärtige Materie der Christlichen Welt, und das nur jene hier vor Ort.
Aber dann noch dieser Berg an Geschichte und Mythologien, Ritualen und Kultur, ja an all diese Leidenschaft und Glaube, aber auch Kritik und Politik diese Lehre vermag, erschlägt mich im Geiste….. 

…so würde es wohl kommen, wenn da nicht jemand wäre, der da einen Durchblick hat, ja einen Überblick und ein langes Leben im Schatten oder Licht dieser Welt kennt; mein Georg, der alte Weggefährte aus Trier, seit dem Gang nach Santiago.

Hier treffen sich wieder unsere Wege, diesmal in der ewigen Stadt, so fern und doch so nah -ob  von Santiago oder Trier.

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