Italien -Region Latium- (23.10.2014)
Eiskalt war die Nacht diesmal. Ganz anders noch als üblich für diesen wärmsten Oktober seit langem in Italien.
Zwar bin ich warm und sehr gemütlich in gleich zwei Schlafsäcken eingepackt, doch das aufstehen und rein in die eisgekühlten Klamotten, kalt-verschwitzt vom Vortag ist eine harte Sache.
Spontan entscheide ich mich heute dem Ruf der Stadt zu folgen, gehe in irgendein Hostel und warte dort auf GEORG, der ja am Samstag kommt und wir dann ganze sechs Tage zusammen verbringen.
Auch Stefan, der junge Rad-Abenteurer dürfte ich bald begegnen; ich lud ihn ja damals in San Marino ein bei uns in Rom in die Gästewohnung, die Georg angemietet hat. Bin mal gespannt ob und wann er kommt…
Doch zuerst muss ich irgendwie das Zelt trocken kriegen. Ja richtig schmerzhaft gestaltet sich sogar der Abbau; voller Raureif glitzert die Plane im kalt-morgentlichen Sonnenschein. Auch das Gras liegt im sanften Frostkleid danieder, und meine Hände tuen so weh vor Kälte als ich Zeltstangen und Plane einpacke…. der Frost blättert nur so und meine Finger schmerzen sehr…
Geschafft, mit noch 12% im Akku, (damit meine ich mein Tablet-PC) finde ich ein WiFi und buche erstmal ein Bett im Hostel. 45 Euro, eigentlich viel zu viel kostet mir der Spaß, aber noch zwei Nächte will ich mal ganz stressfrei, ganz für mich und auch mal wieder ganz international mit “Hostel Puplikum” verbringen. Ich leiste mir das jetzt, auch weil ein guter Freund mir 30 Euro auf’s Spendenkonto überweisen will. *freu*
Schnell wird es wieder deutlich wärmer, und drüben am Strand lasse ich mich in den graubraunen Sand fallen und breite das nasse Zelt zum trocknen aus. Ich döse vor mich hin, zu sehen gibt’s nichts hier an diesem so verbauten Lido, laufe auf und ab mit den Füßen durch die Brandung, packe irgendwann die trockene Zeltplane ein und fahre nach ROM.
(Bild: Typisches Bild für Lido di Ostia mit seinen Pinien längs der geraden Straßen.)
