Spanien / Orihuela

Es ist schwer bei dieser Kälte aus dem Zelt zu schlüpfen,  so schön warm ist es in meinen Umhüllungen, doch endlich ist es wieder hell draußen.  Ein neuer, wenn auch kurzer Novembertag begrüßt das mediterrane Land.
Wichtig ist, gut zu essen, gleich am frühen Morgen.
Schon am Vortag achte ich sehr auf genug Vorrat für ein kräftiges Frühstück anschließend.  Dickes Brot reiße ich Stückweise um es mit ganzen Happen von Nutellaartiger Schokocreme zu verputzen, dann finde ich noch herzhaft, fettige Salami, trinke die letzten Wasservorräte leer und Räume das Lager.
Ganze 40 Minuten brauche ich so im Schnitt dafür bis alles perfekt gepackt und geordnet ist. Immerhin sind das gut 25 Kilo Gepäck,  Zähneputzen und eine Rasur (der Akkurasierer schafft 3-4 Tage!) kommen noch dazu. Dann bin ich froh das es endlich wieder losgeht…

Die nächste Stadt heißt Orihuela, sieht aif der Landkarte eher mikrig aus, hat aber mal eben ganze 80.000 Einwohner.
Hier bin ich lediglich im Durchlauf, suche den örtlichen Lidl, da es dort einfach am billigsten ist, kaufe wieder für fünf Euro Proviant,  futtere den aber fast komplett an Ort und Stelle wieder auf.  Mann, was ich viel zu Essen brauche…. wieder und wieder habe ich Hunger,  sicherlich weil es einfach so selten warmes Essen gibt, dieses Dosenfutter bringt zwar ordentlich Kalorien,  ist aber als kalte Küche auf Dauer irgendwie “leer”….
Etwas ernüchtert muss ich halt wieder was einkaufen,  zähle mein noch vorhandenes Geld und stelle fest,  mit nur 40 Euro nicht mehr ganz so weit zu kommen…

Immerhin darf ich in einer Kneipe ins WiFi, ohne etwas dafür an Getränken zu bestellen,  kann so weiter meine “Couchsurfing-Connections” verwalten und planen, in der “Tageschau” lesen, und mit meiner Heimat ” Skypen”.

Kommentar verfassen