So, endlich bin ich jetzt im Herzen dieses schönen Landes, in der Hauptstadt Edinburgh.
Gestern allerdings war es nicht einfach; zwar schaffte ich die gesamte Tour von Aberdeen bis hierher zu trampen, kam aber recht spät in der turbulenten Touristenmetropole an. Schnell in die Kneipe und rein ins WiFi, doch wieder hat mich meine Couchsurfinghoffnung hängen lassen; der Postkasten war leer, wobei kir jemand aus Edinburgh zusagte, mich aufzunehmen.
Ohne Adresse aber surft es sich schlecht auf den Couchen der Stadt und ich machte mich spät auf dem Weg durch die Citylichter, auf der Suche nach einem Hostel…
Tatsächlich kann ich mir das auch durchaus leisten; Martin, mein vorheriger Gastgeber aus Aberdeen, kaufte nicht nur einiges zu Essen für mich, sondern drückte mir noch 10 Pfund in die Hand…. da sage doch einer die Schotten seien geizig !?
Also wie ein solches Gerücht sich jemals verbreiteten konnte, ist mir ein Rätsel.
Erst das dritte Hostel hatte nach schweißtreibender Suche noch ein letztes Bett frei. Edinburg ist nach London die größte Touristenstadt im Land und das merkt man; alles ausgebucht, die Restaurants rappelvoll, im Stadtzentrum fast nur Besucher aus aller Welt, (neuerdings jede Menge Chinesen)
und alles dreht sich nur um Sightseeing…
Aber schön ist es hier wirklich. Edinburgh ist eine wirkliche “Hauptstadt”, auch wenn Schottland zu Großbritannien gehört, pflegen die Schotten ihr eigens Image sehr, besonders hier an diesem Ort.
Allerdings sehe ich auch hier nur sehr selten einen Schotten im Kilt, dem traditionellen Rock, auch die typische karierte Kleidung ist höchstens noch auf Hochzeiten oder örtlichen Festivals zu bewundern. Hier im Alltag aber, sehen alle so aus wie bei uns. Die Welt wird einheitlicher, überall gleicher; Kravatten und Faltenhose sind hier genauso oft zu sehen wie in China, den USA, oder Indien…