Oder eher Maxime, du süßer Freund. Auch wenn er eigentlich recht grimmig dreinschaut, ist dieser Mensch erstaunlich besonders; nach den ohnehin genialen drei Tagen die er mir bereitet hatte, zahlte er mir noch das Bahntiket nach Marseille, 170 Kilometer weiter…
Wobei ich schon ahne warum; eigentlich sollte ein Freund mich mit seinem Auto mitnehmen, was ja schon seit anfang an klar war, doch als die Fraue des Freundes auf meiner Website den Wanderwagen sah, lief diese Sturm gegen die Sache, – zu viel Gepäck und alles unmöglich sei solch ein “Schwertransport”, und in letzter Minute wurde die Aktion gekänzelt…
Mal wieder zeigt sich wie schlecht diese Tour geplant ist, wie wahnsinnig belastend dieser eigentlich nur für reine Fernwandertouren perfekte Riesenkinderwagen ist… weder mit Bus und Bahn und schon garnicht “per Anhalter” oder über eine Mitfahrzentrale ist so ein monstöses Gerät von irgendeinem Vorteil.
Naja, nun muss ich aber mit diesem maximalen Klotz am Bein da durch, schiebe den mittlerweile noch teils kaputten Wanderwagen (das Lenkrad ist gebrochen) durch mwin Wanderleben als sei ich ein Rollstuhlfahrer; immer auf Fahrstühle oder Rampen angewiesen ( da mein Lenker abgebrochen ist, und ich das Ding nicht mehr z.B. Treppen hoch oder runter führen kann) komme ich, der ansonsten ja sooo stark und galant ist, wie ein Behinderter vor. Muss immer überall riesige Umwege gehen, wie eine 120 Jahre alte Oma…
Nachdem ich mal wieder Ärger in der Bahn wegen dieses sperrigen Geräts hatte, und meine Nerven wieder blank lagen, kam ich dann doch in Marseille an, einer Stadt in einer neuen Region, der Province Alpes, Cote Azur, wo ich mich heute mit Henry treffe (auf deutsch gesprochen: wie “Onrie”) der mich hier in seine Wohnung einlud.
Wieder eine neue Region, ein neues “Land” innerhalb Frankreichs. Marseille ist dessen Hauptstadt und ich bin mal sehr gespannt auf diesen Ort….