Italien -Region Veneto- (24.09.2014)
Und es gibt sie doch, die “Vaporetto”, die städtischen Fährlinien zwischen den Inseln. Für sieben Euro lege ich dann ab Richtung Torcelli, die ca fünf Kilometer weit weg raus liegt.
Vorbei an skurilen Inselruinen, längst vergangener Tage, vorbei an Murano (der Glaserinsel) Burano, einer weiteren Stadtinsel lege ich an Torcelli an…. schreibe meinem Gastgeber erst jetzt eine SMS, falls er mich versetzten sollte, finde ich hier im Marschland der flachen Inseln sicherlich leichter was zum Schlafen unter freien Himmel, als im extremen Zentrum Venedigs.
Aber er antwortet promt, und beschreibt mir den Grasweg, abseits des gepflasterten Gehwegs der quer längs eines Kanals über die kleine Insel führt. Ich schreite noch benommen vom Venezianischen Chaos durch ein nun völlig anderes Gebiet: Weite Wiesen, niedrige Kiefern, Mandelbäume und der Geruch des salzigen Brackwassers aus der Lagune lassen alles fast schon unwirklich erscheinen.
Ich warte nicht lang am Ende des Weges, und Paolo öffnet das eiserne Tor in sein Reich….
