Italien  -Region Trentino/Südtirol-  (16.09.2014)

Jaaaa, er hat; Giacomo steht einfach da und ruft mich…. als ich etwas verloren nach ewig langer Busfahrt, einen Stadtplan entdecke, der als Schild mir ev. sagen kann, wo es lang gehen könnte, höre ich meinen Namen im stark Italienischen Akzent ertönen. Welch eine Wohltat im Gefühl des Verlorenseins.

Giacomo ist eher ein Hindu als rassiger Südländer von Gestalt, er meint Buddist zu sein, mag aber auch Ganesh, einen Elefantengott aus Indien.
Ebend auch sein faszinierendes Zuhause bestätigt seine Gesinnung in jegliche Spirituelle Welten; ein charmantes Chaos voller bunter Dekorationen und jede Menge Klamotten, hängend an der niedrigen Decke seiner Dachgeschosswohnung, die zusammen mit den Wohnungen seiner ganzen Familie in einem alten, schlichten Etagenhaus unterkommt.
Mein Gastgeber ist Kostümbildner und Macher; Stoffspulpturen, Gummilacken die verschwubbelt ineinander hängend seine Kreativität erregen sollen jnd darauf warten, Teil seiner skurrilen Kreationen zu werden.
Mit Erfolg wie es scheint; Stolz zeigt mir Giacomo Fotos von Festivals in Venedig und Verona, selbst in Afrika wurde er zur Kulturausstellung der Italienischen Botschaft in Angola eingeladen. Es gibt viel zu erzählen, – bei Indischen Gewürztee und Reis mit Tofu.

Riva de Garda ist zwar seine Haimat, aber so wirklich mag er den Ort nicht (mehr) …Zu viele Touristen nehmen dem alten Hafen, direkt an der Nordspitze des Gardasees gelegen, die Authentizität. Stimmt zwar, aber anderseits gehört gerade deshalb Riva de Garda (17.000 Einwohner) zu den wohlhabensten Orten Italiens. Und selbst die Mafia hat sich hier angeblich nie sehen lassen….

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