Italien -Region Toskana- (14.10.2014)
Verdammt nochmal…. auch blöde “Gastgeber” gibt’s; in Arezzo, einer Stadt 80 km südlich von Florenz, wurde ich von Luca eingeladen, der mich aber wunderbar versetzt hat.
Jedenfalls hat er im letzten Moment den Kontakt abgebrochen, ….wo ich schon in Arezzo (bei Regenwetter) auf der Matte stand…. keine Reaktionen, rein nichts… als meine SMS ins Leere laufen…
Was tun?
Arezzo ist mit 100.000 Einwohnern zu groß um mal eben zum Wild-Campen vor die Stadt in den Wald zu ziehen… und es regnet auch noch ganz fürchterlich.
Und wenn das noch nicht genug wäre, bekomme ich bei der kurzen Stadtbesichtigung auch noch Durchfall; ….. gestern aß ich noch diesen eckligen Döner bei einem Chinesen am Hauptbahnhof in Florenz…. jaja, die Chinesen mal wieder, übernehmen einfach alles was geht. Ansich ja nicht schlimm, aber der Döner war nicht nur der fadeste den ich je hatte, sondern machte mir auch über Nacht mit ordentlich Übelkeit zu schaffen und nun dies…. schnell auf’s Klo ins Cafe, ernte böse Blicke da ich Tonnenweise Gepäck überall verteile und bin verschwunden. Arezzo wackelt…..
Uuufff, wenig später verlasse ich die Stadt mit dem nächsten Zug in den nächsten Ort, dem viel kleineren Castiglion Fiorentino, dass ich aus dem trüben Zugfenster als geeignet halte zum Wild-Campen.
Raus in den Regen, aber bei milden 23 Grad latsche ich mir dennoch die Hacken ab, da mal wieder der ewig hungrige Magen nach Füllung verlangt; der nächste Supermarkt liegt weit ab von den herrlich grünen Bergen, wo ich eigentlich hin will/muss. Doch wieder ist mein Vorratsspeicher leer und ich kaufe Unmengen Kalorienreiches um über die Nacht zu kommen.
Kalorien brauche ich heute auch: Ordentlich Kilometer sind zu machen, und das Bergauf, wo allmählich die Häuser enden und in Wald und Olivenplantagen übergehen.
Dort finde ich unterhalb der Bergstraße zwischen verwilderten Olivenbäumen genug Deckung und baue mein Zelt auf.
Auch wenn mich hier keiner sieht, die Mücken finden mich um so mehr; mindestens 50 Moskitos, stark genug um durch die Kleidung zu stechen, greifen mich direkt an. 20 Minuten Minimum brauche ich um mein Lager aufzubauen, schlage das Zelt fast panisch auf, wirbel alles an Gepäck einfach hinein und mache dicht…. ganze 11 Moskitos zähle ich anschließend bei der Jagt im Innern meines nun sicheren Zeltes… so viele haben es allein schon während meiner Flucht ins Zelt geschafft…. draußen höre ich nur das schwirren dieser “Seuche”…. es ist für Oktober noch sehr warm und Italien erlebt eine wahre Invasion der Moskito-Plage…
(Bild: Die Kleinstadt Castiglion Fiorentino, meine letzte Station auf Toskanischen Boden.)
