Italien -Region Sizilien-  Agrigento  (28.12.2014)

Noch eine antike Stätte vom Feinsten:  Agrigento, an der westlichen Südküste war einmal einer der drei größten Städte der Welt; mit über 500.000 Einwohnern damals hatte das grichische Akragas eine gewaltige Ausdehnung, war so groß wie Rom, London oder New York gab es noch nichteinmal in den Träumen der großen Denker jener Zeit.
Akragas,  wer kennt das eigentlich heute? Ich zumindest erstmal seit jetzt, laufe durch die Trümmer einer Stadt die es schon seit 1250 Jahren nicht mehr gibt, einer Stadt die vor genau 2596 Jahren von Griechen gegründet, eine Weltstadt wurde, später (natürlich) von den Römern erobert, nur noch ein Schatten seiner selbst, unbenannt in Agrigentum – noch später: Girgenti, hieß. Bis im siebten Jahrhundert schluss war, wieder mal eine der vielen Zerstörungswellen den Ort verwüsteten, diesmal für immer, und Agrigento im Mittelalter oberhalb auf dem Berg neu entstand, jedoch seine Keimzelle weit unten im “Tal der Tempel” vergaß.

Lediglich wenige Zentralbauten jener Zeit überdauerten die zwei Jahrtausende historischer Bedeutungslosigkeit einigermaßen: Anfangs komme ich von einem großen unbefestigten Parkplatz, wo freche drei Euro Parkgebühr erstmal abgezockt werden, zu einem freien Areal, komischerweise ohne fettes Eintrittsgeld hinein. Der Blick vom Trümmerfeld aus Säulenresten und Steinblöcken des “Dioskuren Tempels”, von dem lediglich ein abgebrochener Rest trotzig daran erinnert, was hier mal groß war, (Bild) steht als Wahrzeichen Agrigentos auf den Postkarten und Reiseführern; vorn die uralten Säulen, dahinter das heutige Agrigento, hoch oben auf dem Berg. – Dazu noch toller, blauer Himmel…. welch ein Glück, zu dieser auch auf Sizilien recht finsteren Zeit 🙂

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