Italien -Region Sizilien- Agrigento (28.12.2014)
Ein wahres Schlachtfeld dieses Tal der Tempel, wie eine der wichtigsten Ausgrabungsstätte Sizilens heißt.
Gut zu erkennen, wie Bauklötze aus denen mal gewaltige Tempelanlagen bestanden, sehen die Säulenelemente aus, bereits schon vor über 1500 Jahren in diesem Zustand versetzt, zwischenzeitlich geplündert und vergessen, harren die antiken Brocken nun der Ewigkeit. Toll: Ich klettere einfach auf ihnen herum, kein Zaun hält den akrobatischen Reisenden von einer Tuchfühlung der historischen Substanz ab.
Die altertümliche Trümmerlandschaft geht vom Dioskuren Tempel in den Zeus Tempel über, der wohl noch größer gewesen sein muss; gewaltigere Brocken lassen erkennen dass hier der höchste Gott der Hellenen sein “Haus” mal hatte. Später als die Römer das Zepter übernahmen, wurde nun aus Zeus kurzerhand der “Jupiter”, (die Griechen vererbten neben ihrer Architektur und Gesellschaftstheorie auch gleich ihre Götter an die späteren Römer) – der höchste Gott im römischen Himmelreich damals.
Letztendlich schafften es die Gegener Roms dieserzeit, Agrigentum zu erobern und selbstverständlich erstmal zu zerstören; nicht weit weg, gleich über dem Meer nach Süden liegt schon Afrika, dort wo heute Tunesien ist mit seiner Haupstadt Tunis. Dort lag mal das große Gegengewicht Roms, Karthago, deren Ruinen bei Tunis noch heute zu sehen sind.
In den berühmten “Punischen Kriegen” schafften die Karthager einige Schläge gegen das allmächtige Rom; nicht nur mit Hannibal und dessen berühmten Elefanten-Feldzug über die Alpen, sondern auch vernichtende Schläge römischer Siedlungen auf Sizilien gehören dazu; karthagische Sklaven einst als Erbauer für den immernoch unfertigen Jupiter-Tempel, kamen jäh als Zerstörer wieder, ließen keinen Stein auf dem Anderen…. noch bis heute zu sehen…
Dennoch wurde das mächtige “Gegen-Rom” in Nordafrika unterworfen, Karthago zugleich mit Ägypten lediglich römische Provinz …. doch die Trümmer von Agrigento liegen noch heute.
