Italien -Region Sardinien- (12.11.2014)
Da bin ich nun gelandet, auf den Straßen von Sassari, auch wenn die garnicht so schlecht aussehen; die ganze Innestadt ist wunderbar gepflastert, mal mit alten, glatten Granitblöcken, dann wieder mit Kisel. …Soll ja sooo teuer und aufwändig sein, heißt es ja zu deutschen Landen, doch hier geht’s offenbar ganz problemlos, und sooo reich ist die Stadt nun auch nicht.
Im Gegenteil, Sassari liegt wohltuend unter dem Norditalienischen Preisniveau, da hier die Wirtschaft nicht gerade ihren Schwerpunkt hat. Sassari dürfte wohl überhaupt als die abgelegenste Großstadt Italiens gelten; ganz oben, in der nord-westecke der Insel Sardinien gelegen, und dazu noch irgendwo im Landesinnern, gilt die Stadt selbst unter Italienern als die noch Unbekannteste im Reich.
Mit allerdings 130.000 Einwohnern, die zweitgrößte Stadt Sardiniens, zieht sie trotz iherer Abgeschiedenheit sichtbar viele Zuwanderer aus Afrika an. Ich spreche mit Senegalesen aber auch Bangladeschern, die für immer hier bleiben wollen. Sassari bietet ihnen eine Nische, sie verkaufen Ramsch, betreiben kleine Läden und tingeln sich -wie überall in Italien- so durch den Alltag.
Doch ich wundere mich dennoch, dass gerade hier im fernen Sassari doch so viele von ihnen zu sehen sind.
