Italien -Region Sardinien- (12.11.2014)
Bei meinen Streifzug durch die Stadt, mir bleiben nur eine Stunde Zeit, dann wird’s wieder dunkel…. sehe ich aber noch einiges von Sassari. Viel gibt es hier nicht unbedingt, überschaubar leigen die teils gassenartigen Straßen zueinander, von denen jede so authentisch schön ist, und noch so viel schöner wäre, wenn diese für den Autoverkehr gesperrt sind…. mitnichten, überall und durch noch die engsten Gassen, drängt sich permanent irgendeine Karosse….
Freies Innenstadt-Feeling ohne den (dort unnützen) Autoverkehr scheint auf Sardinien noch nicht angekommen zu sein.
Ganz klar aber erkenne ich im Gegensatz zu Norditalien bereits an der Bausubstanz den Unterschied der Mentalitäten; bröckelnder Putz immer wieder, ja baufällig schauen sie aus, die bis zu 500 Jahre alten Wohnhäuser in der Innenstadt. Doch aus ihnen tönt es, das volle Leben; Lärm, Musik und überlaut aufgedrehte Fernseher begründen warum die Straßen selbst so leer sind; hier im Süden der Republick dauert die Siesta so lang wie im tiefsten Spanien; vier Stunden weilt die heilige Ruh, das Land südlich von Rom dämmert unantastbar sein Recht daher, bis um fünf allmählich (dann ist es aber schon stockfinster) das Leben erwacht….
