Italien -Region Emilia Romagna- (03.10.2014)
– Bologna – 392.000 Einwohner
“Bologna die Fette”, so heißt es seit je her, weil das Essen hier so besonders deftig sein soll.
Jedenfalls kennt schonmal jeder die berühmte Bolognese, eine kräftige, grobe Fleischsoße sowie die Tortelini, die kommen nämlich auch von hier. Außerdem stammt auch die Mortadella aus Bologna, der mittlerweile schon so deutsche Aufschnitt mit dem mich Mama durch all die Schulpausen gefüttert hatte…
Doch in den Lokalen ist es mir einfach zu teuer; acht Euro kosten die drei Torgelinis in den einfachen Trattorias, mehr noch in den Restaurants.
Beladen wie ein Esel auf Weltreise, ziehe ich ganz nebenbei durch die große Altstadt Bolognas, etwas verloren da in dieser großen Stadt keiner mich haben will…. egal, ich organisiere kostenlos Kartenmaterial und erkunde die Umgebung; im Süden beginnen schon bald die Hügel des Appenien, eine Bergkette die sich nahezu bis ganz unten in Süditalien hinzieht. Dort schleppe ich mich mal hin, vorbei an endlos langen Villenvierteln, geschützt durch hohe Hecken, Zäune und Mauern… ich keuche, schleppe mich voran und pausiere. Heftig bellende, häßliche Hunde, groß wie Kälber schimpfen mir zu wie unwillkomen ich hier bin…. klar, ich durchquere eben ein “besseres Viertel”.
Doch irgendwann klettere ich einen bewaldeten Hang hinauf, endlich mal eine Stelle ohne Zaun, ohne Mauer…. und klettere höher. 150 Meter weiter finde ich schweißgebadet endlich eine flache Stelle im dichten Unterholz. Ich habe es geschafft… die Nacht ist sicher.
(Bild: Packesel vor dem Wahrzeichen Bolognas, dem “Geschlechterturm”)
