Die Stadt der Kontraste.
Lieber zeige ich diesen Kontrast, das neue und alte (wenn auch die Kathedrale rechts gerade mal keine 150 Jahre alt ist) als jenen mit all dem Müll und Ärger auf der vor allem nächtlichen Straßen.
Zum ersten male wurde ich in meinem Wanderleben von einem Taschendieb begrapscht; abseits einer großen Hauptstraße hörte ich jede Menge Trubel, ging dann in einer wilde Menschenmenge ausschließlich bestehend aus Arabern und Afrikanern, die hier einen absoluten Schwarzmarkt betrieben. Offensichtlich als unvermeidlich geduldet von Polizei und Behörden, wird hier Dubioses und noch Dubioseres in Plastiktüten gehandelt, das Gedränge ist groß, Lederjacken und breite Schultern überall und dann dieses Gefühl an meinem Rucksack, dass mir einer da herumfummelt; Tatsächlich, instinktiv winde ich mich und schau einem wohl 16 jährigen, dürren Jungen an, der offensichtlich auf frischer Tat ertappt, völlig cool einfach weiterzieht. Klare Sache wohl, dem orientalischem Tross um ihn und mich herum, kümmert es herzlich wenig, selbst sehend was er da macht, denn hier gelten einfach keine Regeln wie sonst; wie doof wäre ich den auch hier mit einem Rucksack durchzumarschieren. Selbst Schuld wäre ich wenn ich ja so töricht, unvorsichtig bin.
Hier herrscht nämlich humane Wildnis, keine uns bekannte Ordung. Nur wer den anderen irgendwie schlägt, hat gewonnen. Und das wird sogar noch irgendwie geachtet. …
Puuh, fast wäre ich nun meinen Tablet-PC losgeworden…. eine Katastrophe, da er mein zentrales Office ist… ich trage nun die Tasche an meinem Bauch haltend. Schnell weg, vorbei an weiteren Jungen die mir “Haschisch” verkaufen wollen zum Treffpunkt um Henry zu finden.
Er kommt gerade vom Singen zurück.
Ich bin froh wieder in der sicheren Wohnung zu sein jetzt… Morgen gehts ja wieder weiter; ich reise nach Cannes von wo es zi Fuß 31 Kilometern nach Nizza gehen soll.
….. Eine wohl komplett andere Welt….
