Heimaturlaub.
Erstes Bild: Echternach (Luxemburg), Dannach weite Waldwege bei arschkalten 2 – 3 Grad … aber wenn man zügig geht, dann geht’s. Himmel-Bett in Hildes Gasthaus (Wintersdorf) – danach deftig Brakfast with Georg. Hildes Gasthaus und Kirche von Wintersdorf. Letzte zwei Bilder: Weg hinter Wintersdorf in kalter, herber Morgenfrische …

Heimaturlaub (15.02.2015)

Manchmal denke ich, warum immer in die Ferne schweifen, wenn es doch so schön Zuhause ist?

Diese Frage habe ich für mich allerdings schon beantwortet: Die Welt ist eben unglaublich riesig und Vielfältig, eine wahre Ansammelung von Welten, so wie eben diese eine, welche ich “Heimat” nenne. Und ich will ja alle Welten sehen!

Ist ja bald wieder soweit; der Rückflug nach Sizilien steht für ende April an…. später als ursprünglich geplant; Fernweh kontra Vorbereitungen Daheim für’s Wanderleben machen die Sache auch nicht einfacher … ich muss noch so viel arbeiten um eben diese paar lausige Euros zusammen zu kriegen, und sowas dauert; die Termine für die Gartenarbeiten stehen so ab Anfang März, dauern ein, zwei Wochen.

Aber zwei Tage muss es doch sein, muss unbedingt eine Weitwanderung her; mein Freund Georg lädt mich ein auf einen Marsch durch seine Gegend, von Echternach (Luxemburg) nach Trier.
Ich brauche die Bewegeung und er muss sich mal wieder einlaufen in Vorbereitung auf seinen Jakobsweg nächstes Jahr, 2450 km von Trier nach Santiago …. und das dann mit 64 !

Ganz so lang war unser Weg dann aber doch nicht. In zwei Tagen gingen wir 48 Kilometer entlang dem Matthias – Pilgerweg in Richtung Trier. Vom Luxemburgischen Grenzort Echternach (der ältesten Stadt des Großherzogtums) folgten wir viele Kilometer dem Grenzfluss Sauer, bis nach Winterdorf, wo ich echt gemütlich ein eigenes Zimmer von Georg bezog, im Gasthof “bei Hilde” .

So komfortabel reise ich eigentlich nie, doch ist auch mal was wirklich schönes im Dorfleben ganz ohne Couchsurfing oder betteln um Erlaubnis zum Campen, einzutauchen. Selbstverständlich findet Schnapsnase Georg den Weg schnell zur Dorfbrennerei ….. daaaaa konnte ich essen, essen und was noch?

….. Iss ja Karneval, auch in Wintersdorf ….

Hier entsteht großes:

Nichts geringeres als die gesamte Weltbevölkerung, aufgelistet in Ländern, Regionen und vor allem STÄDTEN; über 2500 Städte weltweit die bis zum Jahr 2050 über eine Million Einwohner haben, liste ich alphabetisch auf, berechne jede Stadt in jedem Winkel dieser Welt um heraus zu finden wie groß sie in Zukunft wird.

Dazu wird bald eine Website eingerichtet, wo ich all diese gesammelten Daten veröffentliche. Doch bis dahin gibt’s noch unendlich viel zu tun; abertausende Daten, Fakten, Zahlen und Recherchen zur Wirtschaft, Geburtenrate, Sterbezahlen und Migrationsbewegungen sind zu sammeln, zu vergleichen und durch den Taschenrechner gejagt.
Am Ende kann jeder dann sehen, wie sich (in Zahlen) diese unglaubliche Welt verändern wird.

Wem interessiert sowas?
Jede Menge Leute, wie ich schon bei meiner vorherigen Website “metropolen-der-zukunft” feststellen konnte; nicht wenige Mails von völlig unbekannten Leuten erreichten mich, und selbst an den Unis kursierten meine Berechnungen von Megastädten der Zukunft.

Einer meiner liebsten Hobbys, nein Leidenschaften eben; wäre ich nicht im “Wanderleben”, würde ich Geographie und Bevölkerungswissenschaften studiert haben….. doch auf mehreren Hochzeiten tanzen ist bekanntlich schwer.
– Oder eben nicht?

Anstatt mit Vollgas an die nächste Etappe des Wanderlebens (plangemäß Mitte April) zu arbeiten, Geld zu beschaffen usw, arbeite ich mit Hochdruck an diesem Projekt alle Millionenstädte bis 2050 zu berechnen….

Bisher gibt es in diesem Umfang noch keine vergleichbare Arbeit im freien Internet. Firmen, Institutionen und sogar Regierungen interessieren sich brennend für solche Prognosen.
Wie auch lässt sich eine halbwegs funtionierende Stadtplanung entwerfen, ohne einen für’s erste theoritischen Ausblickes in die Zukunft?

Berlin wächst. Sowas hatte ich schon vor 10 Jahren vorausgesagt. Offiziell aber sprachen die Statistiker derzeit vom schrumpfen, von einem Bevölkerungsrückgang. Heute wächst Berlin (aber auch alle anderen deutschen Millionenstädte) um 60.000 Bewohner im Jahr.
Mumbai (früher Bombay) nimmt jährlich um eine satte Million zu (!) Delhi – ebenfalls in Indien gelegen auch …. und Schanghai, noch vor einem Jahrzehnt (2005) in den Prognosen der vereinten Nationen in New York, als nicht mehr wachsend in der Einwohnezahl prognostiziert, verharrte kaum auf seine damals 14 Millionen Menschen ….. heute sind es breits 22 Millionen ….

Wer kennt überhaupt Gisenyi, oder Huaihua, oder Bahir Dar?
Alles Städte von kleiner bis mittlerer Größe; Gisenyi liegt in Ruanda (Afrika) hat ca 220.000 Einwohner, also so viel wie Freiburg, wächst aber um 8-12% jährlich, und das noch (höchtwahrscheinlich) für Jahrzehnte; Ruandas Einwohnerzahl steigt von heute 11 Mio auf 24 Mio bis zum Jahr 2050 an …. und dieses Wachstum verlagert sich mehr und mehr auf die Städte, weg vom Land in die urbanen Zentren.
Somit steigt bis 2025 Gisenyi auf 450.000 Einwohner. Bis 2050 rechne ich mit 1.500.000 (1,5 Mio) – so groß wie es heute München ist.

Wer kennt Gisenyi ?

Jaja, so ist das wenn man eben viele Dinge im Leben hat, die einem wichtig sind. Ich hoffe das Projekt “metropolen-der-zukunft” noch bis April zu schaffen, um dan endlich der nächsten Leidenschaft nachzugehen: Dem Ruf der Ferne….. das Wanderleben, weiter durch Sizilien fortgesetzt, über Malta, Kalabrien, Apulien, Albanien, den Kosovo nach Griechenland und die Türkei….. wo Istanbul liegt… dort leben jetzt 15 Mio Einwohner…. und die will ich dann alle zählen 🙂

Heimatleben

Mann, ich bin schon wieder ganz ribbelig… schon sechs Wochen wieder sesshaft; schön und nicht schön zugleich; Familie kontra draußen schlafen. Mama sagte: “Geh doch einfach im Garten zelten wenn Du Fernweh hast”.

Sehr komisch, ist genauso wie einige Bekannte in fernen Städten meinen: “Hey Jens, komm doch – mal eben – rüber nach Leipzig …. Du wanderst ja so gern, wäre ja ein Katzensprung für Dich”

Jaja, ich wandere gern, aber eben nicht unbedingt zur Uckermark oder nach Bad Salzuflen. Ich bereite mich vor auf das Wanderleben, arbeite in Gärten für eine Hand voll Euros an den Hecken und Zweigen im Formschnitt. Eisfinger inklusive.

Und dennoch, bis mitte April bleibe ich noch, will auf vielen Hochzeiten tanzen und besuche sie, die Lieben in den fernen Städten: Malai in Freiburg, Hansrüdi in Bern, Uwe in Berlin und vielleicht den hellblonden Sker an der Alster….

Wenn auch nicht zu Fuß.

Heimaturlaub  (16.01.2015)

Auch ein Reisender ist mal Zuhause.
Obwohl es viele Reisende gibt die noch ununterbrochener als ich durch die Welt ziehen, noch permanenter ständig in der Fremde weilen, bin ich aber irgendwo Daheim. Sowas haben die meisten Artgenossen meinerseits eher nicht, … tingeln umher, ständig auf der Suche, ja laufen irgendwie sogar weg…. wovor?
Keine Ahnung, vielleicht vor sich selbst, vielleicht wieder hinter dem Horizont um dieses ständig latente Gefühl zu stillen, ein Gefühl welches ich einfach mal HEIMAT nenne….

Die habe ich, und hier bleibe ich etwas zum verweilen, allerdings nicht wirklich im Sinne eines “Urlaubs”, dazu gibt’s einfach zu viel zu tun: Meine Internetauftritte verlangen extrem viel Zeit; ich plane Landkarten einzufügen um dort die künftige Reiseroute einzustellen. Wie das technisch geht, weiß ich noch nicht. Eine Arbeit über das Wachstum der Weltbevölkerung, insbesondere der Städte verfasse ich momentan auch, sitze täglich stundenlang am Schreibtisch und recherchiere, rechne und überlege….  einer der Leidenschaften dieses Lebens welche bald wieder als “metropolen der zukunft” im www zu finden sein wird.

Dann verbringe ich einiges an Zeit mit der Familie und Freunden, letztere verschaffen mir ordentlich Arbeit; in ihren Gärten mache ich alles fertig was Baum und Strauch ist, schneide, schnibbel und säge auch in kletterposition jeden noch so langen Ast über’m Garagendach, ohne was kaputt zu machen 🙂

Somit habe ich ja auch wieder etwas Geld in der Täsch, wobei für die anstehende Tour im April (jaja, dauert noch… ) endlich wieder losgeht und ich bis dahin hoffentlich genug Moos zusammenhabe.

Also: Homepage fit machen, (Crowdfounding aktivieren) die ganze Weltbevölkerung bis ins kleinste Deteil berechnen, schätzen und veröffentlichen, viel arbeiten (uuuufff) – und Arbeit finden (noch mehr uff….) Sponsoren finden, und sich Zeit für Freunde lassen.

(Bild: Mit Bruder Tim & Neffe Ben beim American Diner in Gelsenkirchen, Mama und Papa sind gleich gegenüber sodass die “gelbe Brause” ganz den grooooßen Jungs bleibt…. da muss Ben noch um einiges wachsen 🙂

Italien -Region Sizilien- (02.01.2015)

Letzer Tag….

Das letzte Licht….

So, sitze jetzt müde an meinem Tablet-PC, schreibe mit überfüllten Bauch die letzten Zeilen bevor es für drei Monate in die Heimat geht. Dort mache ich Geld, Verbindungen und Pläne. Der Weg geht dann Anfang April exakt wieder nach hier, nach Trapani zurück (Birgi Airport) und setze den Weltweg hier fort.

Wir verbrachten den Tag in den Salinen, der Wind ist echt frisch und ich besinne mich noch des Jahreswechsels in Trapetto, welches wir heute früh bereits verlassen hatten, das deutsche Dorf mit der “Solingen Connection” auf Sizilien….. unvergessen.

In der Bildmitte kann man Georg als Punkt erkennen, er wandert am Strand entlang, wo Salinenbecken und Meer von nur einem schmalen Pfad getrennt sind.

Morgen lande ich dann in Haan bei Frankfurt, verbringe noch eine Woche bei Georg in Trier an der Mosel, bereite dort eine große Arbeit über Bevölkerungswissenschaften vor (auch einer meiner Projekte) und fiebere schon der Fortzetzung des “ewigen” Wanderlebens entgegen……….

Ich schreibe natürlich weiterhin hier unter “Heimaturlaub” fleißig weiter….ist eigentlich kein Urlaub, muss ordentlich Geld machen, und es bleibt spannend!!!

Ciao, Bella Italia …..

Italien -Region Sizilien-  (02.01.2015)

So, nun sind die Tage fast vorüber, MORGEN VERLASSE ICH ITALIEN……….. 
Heimaturlaub ist angesagt, Familie und vor allem viel Arbeit um das Wanderleben weiterhin vorzubereiten.

Aber noch bin ich ja hier, wie z.B. an diesen Salinen bei Trapani zur “blauen Stunde” im schönsten Abendlicht.
Trapani hatte vor allem früher mit Salzgewinnung Geld machen können, noch bis heute wobei die paar Arbeitsplätze keine 100.000 Einwohnerstadt njr annähernd versorgen.
Vielmehr sind die Salinen von Trapani seit schon 850 Jahren ein Wahrzeichen für die Wirtschaftskultur der Stadt; während das etwas weiter südlich gelegene Marsala weltbekannt für seinen süßen Marsala Wein ist, kennt die Welt das Salz aus Trapani. Über 100.000 Tonnen werden hier jährlich dem Meer abgewonnen, und schon die Phönizier begannen an dieser Stelle bereits vor 3000 Jahren die Salzgewinnung, und etablierten somit den Handel des “Weißen Goldes” seiner Zeit.
Mitten in den weitläufigen Beckenlandschaften in denen friedlich das stark salzige Wasser plätschert und darauf wartet im Sommer von der gnadenlosen Hitze der Sonne verdunstet zu werden, liegt ein vier Sterne Hotel, schlicht aber wunderbar gelegen mit großen Zimmern.
Georg lud mich nun zum letzten Tag hier ein, mitten drinn in dieser fantastischen Gegend.

Heute im Januar ist es wegen der Kühle wirklich ruhig hier. Im Sommer aber, wenn’s sehr heiß ist, verdunstet das Wasser in den seichten Becken schnell, bleibt das Meersalz zurück, wird zu Haufen zusammengekehrt und aufgesammelt, fertig ist die Salzgewinnung.

(Bild: Ein Salzhaufen lagert neben der Saline, dem untiefen Wasserbecken. Links davon, das weiße Haus ist unser Hotel: Schlafen wie ein Salinenkrebs 🙂

Italien -Region Sizilien-  Erice  (27.12.2014)

Seht euch das mal an: Wie im Bauch eines Wales… wobei diese einzigartigen Ornamente garnicht mal so alt sind, gerade mal im 19ten Jahrhundert, also historisch noch “jung” erschaffen, beschreibt der Innenraum der Chiesa Madre in Erice einen neogotischen Stil mit innovativen Charakter. Jaja, schlau hesagt, aber das rutscht mir dermaßen flott von den Fingern da mich sowas begeistert und mitnimmt.
Wie ein Kunstwerk hält mich wieder eine Kirche im Gedächtnis an den Ort Erice, der ansich schon sehr eindrücklich eine  –  im Gegensatz zu anderen, eintönigen Städten, starke Identität hat.

Besonders diese astronomisch anmutenden Zeichen gefallen sehr, ausnahmsweise mal keine Bilder von immer den selben Sachen wie Engeln, Heiligen, Maria und Josef ….

Italien -Region Sizilien-  Erice  (27.12.2014)

Während das Land für vier Stunden sein Bruttosozialproduckt in lethargischer Lähmung hält, fährt dennoch diese Seilbahn von Trapani hoch nach Erice, einer komplett erhaltenen mittelalterlichen Festungsstadt auf dem Berg.
Ganz oben angekommen ist die Aussicht auf Trapani umwerfend (siehe vorletztes Bild) und Georg spendiert neben die Gondelfahrt auch die Eintritte in die vielen Kirchen von Erice, von denen nahezu alle im Stil des Barock gehalten, jeweils aber alle individuelle Elemente zeigen.
Eine Ausnahme ist allerdings die Chiesa Madre (Bild) gleich am Ortseingang gelegen, mit ihrem alten Wehrturm aus dem 12ten Jahrhundert, einst normannische Festung dann zum Glockenturm umgebaut. Bin auch draufgestiegen; Ausischt auf Erice von 30 m …. leider nichts mit Fotos weil die Sonne genau über den Ort steht…. *Augen zu*

Italien   -Region Sizilien-  Trapani  (27.12.2014)

Beim Geldwaschen kann ich hier die Mafia nicht beobachten, zu versteckt hinter unscheinbaren Wänden Asbestbelasteter Verwaltungskästen wuseln sie umher…. so das in Trapani ansonsten wenig zu sehen ist, bis auf die lange Mole raus auf’s Meer (Bild) die mit einem kleinen Wehrturm am ende abschließt.
Umgeben vom Meer ….  mit leeeeren Magen; …. es ist 15:00 Uhr, nix und wieder nix ist bier auf, die Straßen der großen Stadt gleichen einem Geisterdorf. Warum?

Es ist SIESTA, die italienische Totenstarre (alias Mittagspause) mindestens vier Stunden lang !!!!!

Das Land ruht, ruht und ruht……

…Wirtschaftskriese?

Bitte keine weiteren Fragen, wir wollen erstmal RUHEN!!!