( Großbrirannien  – Nordirland )
Besinnlichkeit vor dem Allerheiligsten im Hare Krishna Tempel. Was für ein Kontrast hier mitten in den Sümpfen…. doch irgendwie auch seltsam sympathisch.
Hare Krichna, Hare Hare Krishna….
Jaja, irgendwie fühle ich mich hier recht fremd, aber auch wohl… diese Krishnazentren sind in ganz Europa in vielen Städten zu finden und ich denke diese dort längs meiner Wege aufzusuchen.
Sie bieten nicht nur ein Heim für die Nacht, sondern auch beste Gesellschaft – oder auch grenzenlose Ruhe….

Großbritannien (Nordirland/Enniskillen)

Irland, also die Republik Irland haben wir gestern verlassen um zum nördlichsten Ziel des Shannon-Erne Systems zu kommen; dem Lough Erne, dem zweitgrößten See in Nordirland, das administrativ zu Großbritannien gehört.
Landschaftlich sowie kulturell hat sich ansonsten nicht viel geändert.  Nordirland ist zwar “Britisch", hat aber noch immer starke irische Tendenzen. Schließlich sind wir hier noch auf der irischen Insel.
Eniskillen, eine recht lebendige Kleinstadt mit den gewohnt vielen Kneipen (Pubs) bietet mir heute Gelegenheit online zu gehen; bei einer Tasse echt englischen Tee resümiere ich nun den Tag.

Gestern Abend stoppten wir unsere “Violet", das kleine Boot, am Castle Crom, einer 400 Jahre alten Burganlage mit herrlichen Baumbestand: mehrere hundert Jahre alte Eichen und Linden und gemähter Rasen soweit das Auge reicht.
Endlich konnte ich auch mal ordentlich joggen gehen, da so ein Bootsleben eigentlich recht bewegungsarm ist, sofern die Segel fehlen.

Heute morgen dann fuhren wir weiter und fanden im Gewirr der Flussinseln einen ganu besonders exotischen Ort: eine Hare Krishna Insel, mit hinter dichten Bäumen versteckter Tempelanlage, die zwar eher wie ein britisches Landhaus aussah, aber etwas modifiziert einer Kolonie alternativ lebender Anhänger des faszinierenden Krishna Kultes, gerecht wurde.
Und das hier mitten in der sumpfigen Inselwelt im irischen Nirgendwo.

Morgen dann sehe ich endlich diesen Lough Erne, den großen See hier oben im Norden. Das Wetter hier ist typisch irisch; milder Regen, dann plötzlich Sonne, Dunst und Wolkenberge am klaren Horizont.
Das Meer ist fern, doch überall sehe ich Wasser. …
Irlands Mitte halt.
Wir bleiben noch eine weile 🙂

Irland (Shannon-Kanalsystem)

Hallo, da bin ich wieder – und noch immer aus dem sumpfigen Inneren der Grünen Insel.
Momentan befinde ich mich in Belturbet, einem Dorf nahe der Grenze zu Nordirland. Hier finde ich endlich wieder die knappe Gelegenheit ein wifi zu finden; zum Glück gibt es viele Pubs und immer mehr  bieten Zugang zum www.
Noch sind meine Irlandklischees nicht wirklich bedient,  da  Edmond ja für zwei Wochen das Boot gemietet hat und wir somit ein Leben auf dem Wasser führen.
Tag ein tagaus wechseln Sümpfe und Seen,  zeigen ein Bild jenseits der schroffen Landschaften  irischer Postkartenmotive mit grüne Bergen & Felsen in der Brandung das Atlantiks.
Hier bin ich mitten drin, grünes,  flaches, manchmal leicht hügeliges Weideland – sofern es die Sümpfe zulassen.
Morgen dann gehts über die Grenze nach Nordirland wo ein riesiger See unser Ziel ist.

Doch bei all dem Frieden bin ich immernoch etwas unruhig: Mein Buch, was ich vor einiger Zeit fertig geschrieben hatte, liegt noch beim Verlag vor, der sich schon seit vielen Wochen nicht gemeldet hat..
Ich weiß ja dass sowas lang dauert, doch spannend ist es allemal.
Wird mein langer Weg nach und von Santiago bald doch noch belohnt…?

…Jeden Tag könnte die frohe Nachricht kommen…

Ich bin so gespannt…