Schweiz  – Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz  (08.08.2014)

… Schau mir tief in die Augen… Mc.Cool am Bodensee zum (immernoch) Auftakt der Via Terrestris (dem Weltweg) welcher auch durch die Schweiz führt. Hach, was habe ich posiert um mal ein auf Model am Strand zu machen…. von sämtlichen Fotos war das nun am besten; *freu*
Am Bodensee war ich noch nie gewesen, wahrscheinlich auch weil ich eher auf unberührtere Orte stehe und hier der Touristenrummel täglich dem Infarkt entgegen steuert… und das beim höchsten Preisniveau der Welt…………………………………….

Schweiz  – Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz –  (09.08.2014)

Endlich wieder “draußen”… außerhalb des Heimatlandes in der Schweiz.
Jaja, zu Gast im teuersten Land der Welt, hatte ich noch kürzlich irgendwo gelesen; nirgens auf der Welt sind die Lebenshaltungskosten höher als hier im Alpenland. Vielleicht kommt noch Norwegen gerade noch so drann… dazu aber später mehr…
Hier sind wir erstmal gegenüber von Konstanz am Bodensee gelegen, auf Schweizer Boden, irgendwo auf den Wiesen neben dem Wald wo ich mit meinem Reisegefährten Peter (der bis Donnerstag mit mir durch’s Land zieht) die Zelte im gut geschützen Dickicht aufschlage. Wildes Campen ist ja auch, und ganz besonders in der Schweiz streng verboten. Doch selbst die momentan völlig ausgebuchten Campingplätze sind hier einfach dermaßen teuer, dass nicht wirklich die romantische Freiheit des unabhängigen Überlebenskünstlers aufkommen will, was nun um so mehr bedeutet, sich in die Berge zu verstecken…
Heute aber suchen wir uns noch einen Badeplatz am Bodensee, bin jetzt Romanshorn, habe WiFi und trinke eine Cola für vier Franken, (fast fünf Euro…)
Gleich öffne ich dann eine Dose Ravioli, die wir zahlreich aus Deutschland mitbrachten, trinke Leitungswasser und atme zumindest die Luft hier kostenfrei….

Heimaturlaub  (07.09.2014)

Die langweiligste Metropole im Land: Stuttgart, deren Bewohner allerdings deutlich freundlicher sind, als das momentane Wetter sowie ihrem Ruf als notorische Nörgler; der Bahnhof Stuttgart 21 ist objektiv eine Katastrophe, die Menschen so entspannt und freundlich, und das Umland einfach herrlich.
Außerdem gibt’s hier gut bezahlte Arbeit…. Hightech, Autos und viele Unternehmen die seit Jahrzehnten daran sehr erfolgreich arbeiten, dass “made in germany” so populär weltweit geworden ist, fanden hier ihren Anfang.
1, 35 Millionen Menschen leben im inneren Stadtgebiet vom Stuttgarter Ballungsraum. Also eine echte Metropole, wenn auch irgendwie, und nochmals irgendwie gesichtslos, …  nach eindrucksvollen Wahrzeichen sucht man hier vergebens.
Stuttgart muss man eben anders verstehen; die Stadt lebt ihren ganz eigenen Charakter, hat sehr gescheite Bewohner die wissen wer sie sind, die ihre Stad sehr mögen und es ihren Gästen sehr gern zeigen.
Morgen ziehe ich ja weiter mit Peter, aber ich komme eines Tages wieder um diese bescheidene, sehr eigensinnige Metropole zu verstehen. Ja, ich denke das Wahrzeichen Stuttgarts ist seine eigensinnige (schwäbische) Bodenständigkeit.

CHAMPAGNER …….  

Mit PETER AUS GREVENBROICH In Stuttgart.
Wie ein Komet flog er mir wieder nach, mit seinem schnellen Auto bewaffnet aus seiner Provinz in mein Wanderleben. Jetzt soll er kommen, der “Chance” in seinem Leben, dass im eigentlichen ja recht zufriedenstellend verlief, doch ganz wie einst bei mir, ” nach dem Zenit, gehe woanders weiter”, sieht er sich mit 63 Jahren (bei bester Gesundheit) zur Schwelle nach neuen Welten… erst die die Outdoor-Zeltnacht im Wald bei Siegen, dann weitere wie bald in der Schweiz mit ihren hohen Bergen sollen folgen. Heute sind wir in Stuttgart, er im Hostel, ich am Couchsurfen in der größten Stadt meines Heimatlandes, die ich noch nie gesehen habe. Liegt eben auf dem Weg nach Süden….
Peter lässt es heute wirklich ordentlich krachen: Champagner auf die neue Taufe  -sagt er-  und wir stoßen an auf’s Wanderleben, was er nun für die nächsten 7 Tage mit mir teilt.
Morgen fahren wir weiter bis zum Bodensee, dort bei Konstanz plane ich dann zwei Tage auf dem Campingplatz, danach erkunde ich das teuerste Land dieses Planeten: Im Reich der Eidgenossen, für ca drei Wochen führt mich der Weltweg dann durch die Schweiz.

Heimaturlaub  ( 04.09.2014)

Eigentlich nicht wirklich Bestandteil meiner offiziellen Reiseroute; Frankfurt auf dem Weg in den Süden, da ich das eigene Land erst ganz, ganz zuletzt machen will, irgendwann in 20 Jahren, wenn alle Länder und Regionen durch sind…
Aber dennoch, diese Skyline finde ich einfach genial. Frankfurt ist wirklich eine echte, vollwertige Metropole. Hier bin ich erstmal bei Freunden. 🙂

Heimaturlaub ( 04.09.2014)

Gaaaanz langsam lasse ich es angehen; erst bei Bekannten die ich auf Gran Kanaria kennenlernte, dann bei Reiner (Bild) und seinem Freund Joost, bin ich in Frankfurt zu Besuch. Wobei mir die Stadt alles andere als unbekannt ist, mag ich hier ein wenig bleiben, erzähle meinen Gastgebern vom Wanderleben, philosophiere und sinniere über das Sein auf dieser so schönen (oder eben schrecklichen) Welt (Ansichtssache…)
Reiner ist so ein spezieller Fall wo es schon sehr interessant ist; er hat eine Vorliebe für Afrika und wähnt sich im Übrigen als “Ländersammler” – so wie ich, und müssen mal sehen, wie, wann, und wo wir uns gemeinsam mal auf die “Via Terrestris” begeben, meinem Weltweg durch das Überall…..
Sein Freund, so hoffe ich, dürfte ebenfalls mitkommen. Der aber “soll” erstmal auf dem Jakobsweg sein Blick auf die Weite und Freiheit die das Leben bietet, ergänzen; er hat es deutlich im positiven nötig, wie das bekannte Sahnehäubchen auf dem Kuchen.
Ich hingegen “pilgere” weiter auf meinem “Weltweg”, durch dem Tempel Erde, und das ganz ohne Spirituellem Feedback, organisiere meine Connections, sehe das wichtigste und größte: Die Zeit welche mir bleibt; bis zum Jahresende plane ich in Sizilien zu sein, mache dann kurz Urlaub bei der Familie und kehre wieder zurück um fortzusetzen.
Jetzt in genau einem Jahr möchte ich in Israel sein, dann rüber nach Ägypten ziehen….. das ist auch hier an diesem reich gedeckten Frühstückstisch im hohen Frankfurter Norden ein Thema…

Heimaturlaub (02.08.2014)

Endlich, nach so langer Zeit wieder “on the Road”. Wobei diese komische Wunde am hinteren Oberschenkel noch immer nicht wirklich verheilt ist, kann ich nicht noch länger warten. Der Arzt sagte ja, sowas kann einige Wochen dauern… jedenfalls tut es nicht weh, oder juckt… hoffentlich heilt das endlich mal …..
Hier bin ich nun wieder in meinem Zelt, weit im tiefen Wald bei Siegen, auf dem Weg nach Frankfurt, wo ich morgen eingeladen bin bei Marc & Markus, die ich mal im fernen Gran Kanaria kennenlernte und diese mkch einluden zu sich nach “Mainhatten”…
Wieder dabei: Mein neuer Freund und Wanderleben-Fan Peter aus Grevenbroich, der mich sogar nach Frankfurt bringt, und nun mit mir hier in den tiefen Wäldern des Siegerlandes seine nagelneue Campingausrüstung tetstet.
Jaja, für Peter ist das hier ein großes Abenteuer; 63 Jahre lebt er nun auf dieser Welt und hat soeben seine  erste Nacht in wilder Natur hinter sich….  was man alles noch in seinen späten Jahren erleben kann, staunt er zurecht.
Peter, der bald in Pension gehen wird, ist so begeistert vom Leben auf Wanderschaft, dass ich mir echt vorstellen kann, ihn noch oft bei mir zu haben.
Mal sehen, vielleicht kommt er die Tage wieder, mussten uns ja in Frankfurt trennen, könnten aber in Stuttgart wieder zusammen weitermachen….

Mein Weg geht erst am Dienstag weiter, Richtung Süden natürlich, erstmal nach Stuttgart einen Freund besuchen der mich dort einlud zu übernachten.
Hier in Frankfurt treffe ich morgen noch jemand anderen; einen potentiellen Teil-Weg-Gefährte für Afrika im nächsten Jahr… dann heißt es den Weltatlas auspacken und Pläne schmieden… mit den Fingern auf der Landkarte vorerst…

Heimaturlaub.

Uuuff,  heute in Grevenbroich hab ich mich unter’s Messer gelegt…. lediglich mit Vereisung, ohne echte Narkose aaauuuuuuuaaaaaaa…..  mir fehlen die Worte, wie kann sowas sooo wehtun ?
Eine volle Minute popelt der Dok das Fibrom, den Eiter und was was ich aus dem Entzündungsknoten, hinten am Oberschenkel, kurz unter dem Popo…

Jetzt bin ich wieder bei Mama in Recklinghausen, habe eine stramme Bandage und nasche Schmerztabletten… vorbei die Qual und von Tag zu Tag “soll” es nun besser werden….

Ich bereite mich vor auf die nächsten Länder, diesmal weiter nach Süden, weiterhin durch Europa aber auf dem Weg nach Afrika…. Lichtenstein, Schweiz, Italien, Malta, Albanien, Türkei, Israel, ……Ägypten….  – in Italien und der Türkei natürlich alle Regionen.

Frankreich – Region Basse Normandie –  (14.07.2014)

Endlose Kilometer rasen wir durch Nordfrankreich, endlos alles durch Regionen die ich schon gesehen habe, teils auf dem Jakobsweg zu Fuss, oder mit Georg damals auf dem Weg nach Irland. Doch diese Riesenbrücke bei Le Havre kenne ich noch nicht… hier verlasse ich somit die BASSE NORMANDIE,  die letzte Region auf dem Festland Frankreichs. Gegenüber liegt die Haute Normandie (Obere Normandie) wo ich letztes Jahr mit Georg in Rouen war.
Somit ist die Normandie in zwei Teile zu verstehen, die sich allerdings kulturell nicht sonderlich unterscheiden; der Apfelwein (Cidre) der wie in der Bretagne hier sehr heimisch ist, sowie der Apfelschnaps, deren Name Calvados wie die Gegend heißt, wo er traditionell hergestellt wird, kennzeichnen die Normandie kulinarisch genauso wie der Käse und die gesalzene Butter, was hier wegen der vielen Kühe auf den weiten, grünen Weiden überall auf den Tisch kommt.

Zudem prägt die Normandie die jüngere Geschichte ernorm; der zweite Weltkrieg hinterließ nirgendwo in Frankreich deutlichere Spuren als hier; Bunker und Soldatenfriedhöfe entlang entloser, breiter Sandstrände kenne ich schon aus der Schule meiner Jugendtage.
Leider aber sind wir echt in Eile; morgen muss ich unbedingt ins Krankenhaus, Soldatenfriedhof adé… aber egal, solche zwar historisch wichtigen Orte, mag ich nicht sehr; zimlich beklemmend finde ich solche Monumente menschlichen Gegeneinanders.

Frankreich  – Region Basse Normandie –  (14.07.2014)

Mein Held von der Normandie: Peter rettet mich und fährt gleich am nächsten Tag seiner Ankunft bei mir in Frankreich, wieder zurück in die Heimat.
Eigentlich wollten wir noch zwei Inseln besuchen, sowie den Soldatenfriedhof an der Normandischen Küste. Aber nix da, ich muss dringend ins Krankenhaus, am besten wieder in Deutschland.
Frankreich ist sowieso als “Schwerpunktland” abgeschlossen; 21 Regionen habe ich nun erkundet, nur noch Korsika fehlt (will ich bei der Italientour von Sardinien aus erreichen) und Jersey gehört ja zum Englischen Kulturkreis… also eben später mal…
920 Kilometer muss ich noch aushalten, die Entzündung schmerzt, aber bald bin ich nochmal Zuhause…