Liechtenstein  (10.08.2014)

Und was essen die Liechtensteiner ???
Natürlich deftig und jede Menge Fleisch; das Schnitzel in allen Varianten, vor allem das üppige “Fürstenschnitzel” gilt wohl als die Nationalspeise hier.
Das Bier hatten wir uns mal leisten wollen, – wurde sogar noch spendiert –  doch für den feudalen Liechtensteiner Fürstenteller, reicht das Budget dann doch nicht. Auch fände ich es vermessen hier ebenfalls auf einen großzügigen Gönner am Nachbartisch zu hoffen….

Liechtenstein  (10.08.2014)

…. Der ist geschenkt; einfach so, von einer lieben, sehr rüstigen älteren Dame im Radlerdress, die sich über mein Wanderleben dermaßen erfreut, dass sie mir diese Spende erteilt: 10 Schweizer Franken von denen ich dann mein Bier bezahlen kann.
Lieben Dank, unbekannte Frau und viel Kraft noch auf dem weiteren Weg mit dem Rad durch die Berge….

Liechtenstein  (10.08.2014)

Selbstverständlich gehört zur Landeserkundung die eine oder andere Bierprobe.
Bei 28 Grad und die Lust, seit Tagen endlich mal wieder ein frisch gezapftes zu naschen, wagen wir uns ausgerechnet im hyper-kostspieligen Liechtenstein ans Bier….. Mein Begleiter Peter und ich sparen wo es nur geht, aber hier ist Haupstadt, hier ist LIECHTENSTEIN. *Prost*

Wie üblich für die Alpen, schmeckt der Gerstensaft süffig-Bayrisch mit etwas zu viel (eher künstlich zugesetzter Kohlensäure) und ist mit ca sieben Euro pro 0,5 Liter, preislich eher mit Champagner zu vergleichen.
Doch wäre ich nicht im WANDERLEBEN wenn da hier und da einige kleine Wunder geschehen….?

Schnell komme ich ins Gespräch mit den anderen Gästen …

Liechtenstein (10.09.2014)

In der kleinsten Haupstadt der Welt, in einem der kleinsten “Länder” dieser Welt; Ich vor der Silhouette von Vaduz,  mit 5500 Einwohnern die Haupstadt des Fürstentums Liechtenstein, dass wegen seiner Finanzdienstleistung (“Bankenindustrie”) und seiner super-niedrig-Steuern, zu den reichsten Orten dieses Planeten gehört. Mit seinen 36.000 Einwohnern ist dieser Landstrich weniger Bevölkerungsreich als Grevenbroich im Rheinland, und mit seinen 160 Quadratkilometern sehr überschaubar; aus lediglich aus einem Flachlandstreifen entlang des Rheins, der hier noch jung und klein seinen Anfang nimmt, und einem Bergmassiv daneben, besteht das Gebiet, über das die Fürsgenfamilie vermag. Grenzkontrollen gibt es keine, und auch mit Schweitzer Franken sowie dem Euro zahlt man die astronomischen Lebenshaltungskosten, die ganz dem Nachbarland angepasst, schnell jedes Portemonaie leert….
Vaduz, das aus Verwaltungsgebäuden und einer kleinen Fußgängerzone besteht, geht als Siedlungsstreifen nathlos in die Orte längs des Flusstals über und bilden somit ein völlig zersiedeltes Durcheinander.
Über Vaduz hängt in dem Berg das Wahrzeichen, die Burg des Fürsten. Ansonsten finden wir hier nicht viel und machen uns auf dem Weg dieses Liechtenstein weiterhin zu erkunden..

Schweiz -Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz- (09.08.2014)

Unsere Zelte am rauschenden Bach. Wie schön doch alles wäre wenn da nicht diese milliarden von Mücken sind, die einen besinnlichen Abend mit Rotwein am Zelt, nahezu und komplett unmöglich machen….

Lange Sachen anziehen, und um sich schlagen. Dann klappts einigermaßen.

Schweiz  Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz  ( 09.08.2014)

Mein lieber “Outdoorlehrling” Peter, bei seiner tagtäglichen “Prüfung” sein Zelt samt Ausrüstung einzupacken… ich könnte jetzt einiges erzählen, aber wenn Peter das jetzt liest, wäre es nicht wirklich der Harmonie förderlich….aber soviel sei gesagt: Es ist ihm eine Mammutaufgabe die speziellen Handgriffe zu beherrschen, die ihm das Outdoor-Leben ermöglichen; Zelt aufbauen, Zelt abbauen, Luftmatratze aufblasen (!) – Luftmatratze aber auch wieder einpacken… (ich halte mich zurück)  uuuund alles ganz ohne Herzinfakt….. 

Peter, du schaffst das !!!!!    ….?..

Schweiz  – Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz (08.08.2014)

Peter war immer etwas misstrauisch; wildes Zelten, nix an Reiseplanung, lediglich der Weg ist auf der Landkarte fest; meine Via Terrestris führt gut überlegt durch alle Länder und Regionen… so wie auch hier im Appenzell, kurz hinter dem Dorf Urnäsch, wo ich schon aufgrund der abgelegenen Straßen vermute, einen einigermaßen sicheren Stellplatz für die Zelte zu finden.
Spontan halten wir an einem einsamen Haus an der Asphaltpiste, wo einige Leute diese im Rauch ihrers Grills vernebeln, und wir halten, fragen nach einem Platz und bekommen promt einige Hundert Meter weiter was zugewiesen….
Mann, sind die Leute hier freundlich. Traumhafte Landschaften und ein Gefühl des Wilkommenseins… die Zelte stehen schnell am Bergfluss… Wanderleben pur…
Öffne den Wein Peter…. rufe ich.

Ich nehme mein Glas (eigentlich zu schwer zu tragen, doch als echter Weinliebhaber unverzichtbar!!!) und schlemme den Tempranillo… (Gedanken an die La Mancha diesen Jahres….)

Bild: Ich und der Fluss der nächtens meine Nacht im Zelt beschallt….    was gibt’s besseres ?

Schweiz  Region Nordschweiz/Deutsche Schweiz  (08.08.2014)

Mit Peter, der ja dank eines Autos immer recht schnell und einfach überall hinkommt, setze ich den Weg fort in Richtung Lichtenstein, einem der weniger bekannten “Länder”, das aber auch Teil der Liste von 198 souveränen Staaten ist.
Auf dem Weg halten wir noch in St.Gallen, einer 80.000 Einwohnerstadt ca 15 km südlich, landeinwärts vom Bodensee. Hier will ich eigentlich einen Döner verspeisen, da sowas normalerweise immer am billigsten zu haben ist. Doch Pustekuchen, unglaubliche neun (9  !!!) Franken (7 €) kostet allein schon die Tasche auf die Hand. Ich strauchel und pruste… uuuufff … gut das wir in Deutschland eingekauft haben; Dosenravioli sind also angesagt.

… Damit das leidige Thema “Preise in der Schweiz” abgehakt ist, hier noch eine kleine Liste normaler Sachen des gatronomischen Alltags:

Pizza Margherita:             12,50 Franken (ca 10€)
Pizza Frutti de Mare:        18,50 Franken ( ca 15€)
Wiener Schnitzel mit Pommes:  28,50 Franken  (25 €)
Kalbsgeschnetzeltes:     40 Franken  (36 €)
Pommes mit Mayo:        6,50 Franken (5 €)
Kaffee:                                 3,50 Franken ( 2,80€)

Und so weiter……….. ( unbezahlbar )

PS: Die Angaben beruhen auf Durchschnittspreise. Touristenorte oder Großstädte sind noch schlimmer….