Spanien / Barcelona

Zwischen meinen Besuchen bei den Gastgebern, streife ich durch die sonnige Stadt, treffe dort z.B. Tim, einen Deutschen Auswanderer, der mich zu einem Stadtrundgang einlädt und mir das wohl imposanteste Bauwerk der Stadt zeigt: Die Sagrada Familia, ein nimmerfertiger Kirchenneubau, gerade mal vor hundert Jahren angefangen in seiner Errichtung.

Da ich aber schon morgen wieder weiterziehe, um das kleine Land Andorra zu finden, verabrede ich mich mit Tim für später,  wenn ich nochmal nach Barcelona zurück muss, um dann anschließend die Küstenstraße in Richtung Valencia zu nehmen. Dort in seinem kleinen Zimmer mitten in Barcelona kann ich dann übernachten.
Nötig sind sichere Unterkünfte hier allemal; die Kriminalität in der Stadt ist wirklich heftig. Kaum wird es dunkel kommen sie schon…. seltsamste Gestalten, wirr, gekrümmt und seltsame Geräusche von sich gebend verbreiten sie Angst und Schrecken in meinem Wanderleben. So ist es vielmehr der urbane Jungle, als der finstere Wald in der Natur, welcher mir das Fürchten lehrt; Besoffene und Bekiffte Jungs machen pünktlich zum Dunkel werden, die schöne Stadt zum Freiwildgehege in dem wieder einmal klar wird, dass der Mensch das schrecklichste Raubtier ist.
Deshalb darf ich bloß nicht am Strand schlafen, auch wenns so schön warm ist. Selbst die Polizei geht da nicht zimperlich vor; Feride wusste mir von wüsten Aktionen gegen verirrte Touristen am nächtlichen Strand zu berichten, die dort im Suff ihre Nachtruhe suchten.
Aber auch Tim sparte nicht mit Erzählungen: Er wurde nächtens überfallen von mehreren arabischen Jungs, die ihm auf dem Heimweg von der Arbeit auflauerten.

Ich schaue jetzt aus dem Fenster hier in der so lebendigen Altstadt und bin so froh hier zu sein. Mal sehen was morgen wird, entweder ich übernachte in Manresa, einer Stadt 80 Kilometer weit weg von hier, oder – sollte es nicht klappen, werde ich weiterziehen, noch einmal kurz nach Norden in die hohen Berge nach Andorra, dort bin ich schon eingeladen. Aber zuvor wandere ich noch durch die hohen Berge ins kleine Reich und Zelte in der kargen Wildniss.
Danach werde ich irgendwann hier wieder berichten….

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