Bei Achim dem Deutschen, hatte ich noch bevor ich Alicante erreichen konnte, Unterschlupf finden können.
Zwar in meinem Zelt hinter seinem kleinen Straßenlokal, aber wieder mal in bester Gesellschaft; jaja, zumindest brauchte ich hier nicht im Spanisch – Englischem Kauderwelsch wie sonst üblich, zu verkrampfen. Leider, leider bin ich nunmal nicht so sprachgewandt wie ich es gern hätte – und ich es eigentlich als so großer Weltreisender sein sollte… aaaaber was wir nicht alles sein sollen…
Die Stimmung hier irritierte mich so sehr wie sie mich auch anzieht; schnell weg, dachte ich im ersten Moment als dieser muffig gelaunte Griesgram mir am Kopf schmiss, ich sei zu blöd sein WiFi zu aktivieren.
Manchmal dauert es einfach bis der Empfang klappt… doch als alter Holzfäller macht mir sowas wenig aus. Die offensichtlich noch schlechter gelaunte Bardame konnte mit ihren finsteren Blicken ebenfalls nichts daran ändern, ich merkte einfach das Achim, ein weitgereister und letztendlich hier gelandeter, grauer Typ, wirklich was Gutes hat. Er lud mich ein bei ihm zu zelten, und half mir einfach bei allem was ich so brauche.
Zudem muss ich sagen, dass auch das Essen hier anders ist; international, einfach aber mit wirklich viel Geschick gemacht, unterscheidet sich der Anspruch vom “Restaurante O.V.N.I, wie der Laden hier heißt, deutlich.
Vielleicht ware es zu enthusiastisch wenn ich sahen würde "mit Liebe gekocht”, eher mit viel Gefühl und einem großen Fundus an Wissen.
Am Tresen ließ ich mich dann von spendabelen Engländern einladen und konnte so endlich wieder warme und dazu echt gute Küche schlemmen.