Schweiz  – Region Graubünden/Ostschweiz –  (11.08.2014)

Wieder weiter verläuft der Weltweg in Richtung Süden, und in Peters Auto sausen wir dann durch sagenhafte Berglandschaften bis in die Provinzstadt Chur (40.000 Einwohner) die sich seltsam präsentiert, mit Hochhäusern fast schon Großstädtisch sich aus dem Alpenbild erhebt.
In Chur wollen wir überlegen wie weit es heute gehen soll; laut Plan gedenke ich ja zum San Bernadino Pass zu gelangen, der ca 60 km weiter nach Süden liegt, doch der Sommer scheint ja in den weitesten Teilen Europas (wie immer öfter in den letzten Jahren der Fall…) auch hier völlig flachzufallen… grau, grau und nochmals grau zeigt sich das ansonsten fantastische Alpenpanorama; die bis zu 3000 Meter hohen Berge stecken fast komplett im dichten Nebelsud tiefhängender, schwerer Regenwolken. Besserung nicht in Sicht.

Naja, was gibt’s in Chur denn so zu sehen ?

Ganz klar, als alter Alien-Fan, jene krassen Science Fiction Filme mit dem unheimlich gestylten Monster, dessen Blut schlimmste Säure ist, lassen mich hier zur “Giger Bar” pilgern, ein Laden der seit 1992 ganz im “Alien-Style” aufgemacht ist; Plastik und Metall im Organisch-Extraterrestrischem Mobiliar, eigentlich super-spannend, aber mittlerweile als Cafe Betrieb im gegenwärtigen Kult Abseits verirrt, da viel zu viel Tageslicht, Lokalradio-Trällermusik und eine Schließstunde um 20:00 Abends, den Laden als ein Schatten seiner selbst erscheinen lässt. Die besseren Tage, längst vergangener Zeiten, spüre ich noch als Geiste im Raum umherschwirren, auch H.R.Giger, dieser skurrile Künstler um den es hier ja geht,  tränke sein Bier auch lieber zu authentischeren Zeiten…

Bild: Das Wanderleben führt auch in die Giger Bar.

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