Schottland

Noch knapp vorm Dunkelwerden schaffte ich das Zelt im hohen Gras nahe dem Dorf, aufzubauen.
Auch beständiger Regen hatte angefangen und kräftiger Wind machte die Sache nicht leichter.
Doch meine erste Nacht im Zelt genoss ich in alter Routine;  der Wind des hohen Nordens blies vom Atlantik wild über die stark flatternde Zeltplane. Nicht gerade ruhig und beschaulich, aber auch gut, im erhin bin ich hier nicht im sonnigen Süden…
Das merkt man auch an der Mentalität der Leute hier; ganz wie in Irland sind die Schottländer sehr hilfsbereit.
Trampen scheint hier echt gut zu funktionieren,  und auch eine ordentliche Lebensmittelspende wurde mir zuteil: Kiloweise Obst schenkten mir zwei Einheimische noch bevor ich ins hohe Gras zur Küste verschwand.
Gut gesättigt von Bananen, Aprikosen und jeder Menge Erdbeeren, trampte ich noch das Stück bis Ayr, einer Kleinstadt wo ich heute mit Martin verabredet bin zum Couchsurfen.

Mann, die Füße sind kalt; hohes Gras und Regenwetter nässen nachhaltig das Schuhwerk…

Kommentar verfassen