Schottland.

Mann bin ich jetzt müde.
Heute habe ich Ayr wieder verlassen, wo ich noch bei Martin zu Gast war, trampte dann ins Landesinnere bis südlich von Glasgow, wo ich nahe dem Ort Lasmanogow eine Hare Krishna-Farm aufindig machen konnte.
Hier kann ich ohne weiteres mein Zelt auf die Wiese stellen und siehe da, ganz nebenbei den halben Baumbestand Fällen. …
Ja, ich bin somit wieder in meinem alten Element als Baumfäller, versuche mit einer schrabbeligen Elektrosäge irgendwie in Kletterarbeit die Stämme vieler Buchen zu bezwingen.
Immerhin löst mein Einsatz hier dermaßen Aufsehen aus, dass ich schnell mein Zelt wieder abbauen soll und ins Ashram einziehe, dem Gästehaus mit weichem Bett und Dusche. Alles was man sich nur wünschen kann.

Natürlich ist auch die Verköstigung prächtig; feines vegetarisches Essen, selbstverständlich indisch,  gibt es reichlich.
Das Alkohol und Fleisch hier Tabu sind, macht mir irgendwie kaum was aus.

Hier bleibe ich erstmal.  Morgen haue ich noch zehn weitere Buchen um, habe also noch reichlich zu tun.

Ich könnte noxh so viel erzählen,  z.B. von den zwei lieben Omas in Ayr, jener kleinen Hafenstadt zuvor, die mir vier Pfund schenkten, oder Ned, der mich mitgenommen hatte bis zur Farm und meine Reisegeschichten mit fünf Euro belohnte…

Unglaublich, was für ein freundliches Land, dieses Schottland….

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