Mit der Zeit aber, und bei aller Freude hier, sehne ich mich schon nach mein Zelt zurück, nach der Einsamkeit und den langen Straßen auf denen ich trampe.
Doch so habe ich meinen Gastgebern versprochen hier die gesamten Baumschnittarbeiten zu erledigen, und muss somit noch bis Montag rechnen. Dann durfte ich nach Glasgow kommen, jener Stadt wo ich nur kurz zwischenzeitlich zu Besuch war, als mich die Tage Phil, ein älterer, etwas rundlicher “Real Scottish Guy” bei “Couchsurfing” zu sich nach Hause einlud.
Dort gab es dann erstmal deftige Würstchen, Stampfkartoffeln und Dosenbier; ein kleiner Kulturschok, aber irgendwo wieder mal richtig Schottisch.
Mittlerweile scheint sich die ganze Arbeit hier sogar noch nachhaltig zu lohnen; immerhin versprach man, mir etwas Geld zu spenden für die unverhältnismäßige Arbeit; sollte dies eine normale Gartenbaufirma oder ein Baumdienst erledigen, kämen schnell und locker über 3000 Pfund zusammen. Das sind 3500 Euro die mein Einsatz hier der Farm erspart.
Klar, man hat mir sogar eine nagelneue Motorsäge beschafft, doch die wird hier noch sehr viel gebraucht, schließlich hinterlasse ich hier ein wahres Schlachtfeld voller Astwerk und gesägter Holzstämme, was total durcheinander herumliegt.
Bis die behäbigen Herrschaften im orangenen Mönchsgewand sich aus der Meditation erheben und nur die Hälfte wieder aufzuräumen schaffen, dürften wohl ganze Ewigkeiten vergehen…. jedenfalls hat mir Joe, mein erster Ansprechpartner hier, verprochen, über Facebook zu berichten wie es hier vorran geht.
Ewig kann ich ja auch nicht bleiben…