Italien -Region Veneto- (27.09.2014)
Eine Mammut-Tour steht mir heute bevor:
Zuerst bringt mich Paolo im eigenen Boot vom verträumten Torcello in aller Frühe zur Nachbarinsel. Das junge Tageslicht wirkt hier noch so unschuldig, doch ich werde schon bald erleben wie garstig Venedig sein kann, wenn ich aus dem Schutze meines wunderbaren Gastgebers entschwinde und die Stadt mich als Tourist auffrisst.
Bereits am Bahnhof warte ich ganze 40 Minuten um erstmal ein Tiket zu lösen, um erstmal hier hinaus zu kommen; unglaubliche Menschenmassen drängen sich hier bereits, wie Gebirge sammeln sich Koffer, Taschen und was weiß ich hier… endlich bin ich drann und hoffe die Aktion klappt jetzt: Ein Tiket nach WIEN.
Ja ich reise heute nach Wien… das liegt nun wirklich nicht auf meiner Route, sowie auch nicht im Plan. Aber es geht um Wichtiges: Hansruedi hatte mich die Tage in einer Mail dazu eingeladen ihn in Wien zu besuchen.
Hansruedi kenne ich noch aus Bern und er würde mir ein Darlehen für das Buch welches ich vor zwei Jahren schreib, ermöglichen. Ein Verlag ist ja gefunden, doch der will erstmal tonnenweise Geld sehen, bevor irgendwas passiert.
Somit besinne ich mich meiner zeitlichen Spannweite; erst zum 25. Oktober soll ich in Rom sein um dort meinen Freund Georg zu treffen, genug Luft also noch um Hansruedi kurz in Wien zu besuchen. Es kostet mir nichts, Zug und Hotel sowie Essen spendiert er mir, wir sind Freunde geworden und er mag mir bei meinem Wanderleben helfen. Zudem wolle er sich nun auch über mein Buchprojekt unterhalten.
Mann, ist das spannend. Wenn ich jetzt das Sponsoring für meine Buch-Veröffentlichung schaffe, wäre das großartig, – der erste Schritt mir im Wanderleben ein Standbein zu verschaffen, einen Namen zu machen.
Bis Mittwoch werde ich in Wien bleiben, dort entspannen, das Buchprojekt planen, Couchsurfing Anfragen massenhaft versenden, und ganz ganz viel mit Mama und Georg “scypen”.
Erst am Mittwoch ziehe ich wieder zurück in den Veneto…
(Bild: Totales Chaos am Bahnhof Venedig-Mestre, dort gibt es ganz bewusst nur wenig Tiketautomaten, drei besetzte Schalter der Bahn, wo die Wartezeiten zum Kauf eines Tikets ins Grenzenlose gehen, um es den ungeliebten Tagestouristen bloß nicht irgendwie einfach zu machen – ja, das haben mir die Venezianer selbst gesagt !)
