Italien -Region Veneto- (25.09.2014)
So kennt man es, das klassische Venedig.
Tatsächlich sehe ich sie ständig hier, in den wirklich engen Kanälen dieser fantastischen, unverkennbaren Stadt; die Gondoliere, immer in Streifenlook und nur manchmal mit Hut.
Wie früher, als die Gondeln noch sowas wie einfache Taxis waren, gibt es sie auch heute in goßer Zahl, wobei die Stadtregierung versucht mit strengen Auflagen die gepflegte Tradition zu schützen, gondeln heute dennoch viel mehr Boote durch die Kanäle als erlaubt.
Auch der Beruf des Gondoliere ist ein schweres Stück mit harter Prüfung; viele schaffen es nicht, die Meterlangen Boote sicher genug durch die sehr engen Wasserwege zu steuern, mit all den niedrigen Brücken, Kurven und vor allem bei dem gewaltigen Verkehr. Motorboote und Touristenkähne, voll beladene Schlepper erlauben keine ruhige Minute längs des “Canal Grande” der sich durchs Zentrum der komplett im Wasser erbauten Altstadt zieht.
Heute, – wie solle es anders sein, transportieren die Gondoliere die Touristen durch die Gassen, für den offiziellen Festpreis von 80 bis maximal 100 Euro ein teuerer Spaß, nur zu gern wäre ich auch mal Gegondelt….doch sowas gibt’s nur in meinen Träumen kostenlos.
Statdessen wackeln mir die Ohren, wenn ich z.B. wieder mal eine typisch Venezianische Abzokgeschichte höre: 400 Euro hatte mal ein Gondelier einem Russischen Touristenpaar abgeknöpft, erzählt man sich hier.
200 bis 300 seien auch schon oft “bezahlt” worden, heißt es. Da soll man unbedingt vorher den Preis klarmachen und gleich diesen begleichen. Ich wundere mich dabei weniger über die Dreistigkeit der Italiener (ist halt nichts neues) sondern über die Turis die solche Summen einfach hergeben….!?
