Italien  -Region Veneto-  (20.09.2014)

Wäre da nicht VERONA, dann wäre ich wohl auch nicht in Lazise, dem Wohlfühlnest am Gardasee….  Verona eine unübersichtliche Großstadt von 262.000 Bewohner, liegt ca 20 km weit vom Gardasee entfernt, eine lange Busfahrt durch viele Dörfer und Kleinstädte ist da nötig, doch ich wiederhole: Hier in Italien ist das Vorankommen einfach billig, zumal momentan einige (wenige) Geldspenden das überhaupt möglich machen. (Danke dafür liebe Leser:-)

Als ich in Verona eintreffe, bin ich wiedermals erschlagen von dieser typisch Italienischen Fülle kulturellen Überflusses; gleich an der zentralen Piazza Bra, zieht die alte Arena von Verona wie ein Magnet meine Aufmerksamkeit herbei. Ich muss mich aber  bremsen um erstmal Platz zu nehmen, mich erstmal zu besinnen wo ich bin und was das vor mir ist: Über 1800 Jahre steht sie hier, Italiens drittgrößte Arena (nur das Römische Colloseum und irgndeine andere in Kampanien sind bigger..) – so alt wie die Porta Nigra in Trier, nur noch viel gewaltiger….uff… da leiste ich mir sogar die sechs Euro Eintritt.
Drinnen sieht’s allerdings nicht ganz so spannend aus; überall Tontechnik und Plastiksitze. Die alte Arena wird heute noch fleißig genutzt, allerdingst ertönen heute nicht mehr die Todesschreie mancher Gladiatoren wie einst (ich fasse die dicken, kühlen Steine an und versuche ihnen beim Erzählen zuzuhören) sondern  Musikveranstaltungen oder Opernarien füllen die 22.000 Plätze unter freien Himmel.

Später steige ich hoch hinauf um den obligatorischen Blick über die braunen Dächer und Türme der Altstadt zu fassen. Bei fast 30 Grad (ende September!) und Waschküchenklima, schwitze ich wie ein Schwein… (sorry, aber damals als Baumfäller, meinem alten Beruf, sagte man das immer so…)

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