Italien -Region Sizilien- (20.12.2014)
Trappeto mit seinem kleinen aber authentischen Fischerhafen. Morgens, nachdem einige Boote über Nacht raus waren, kann man sich mit allerfrischsten Fisch eindecken.
Alt ist das Städtchen allerdings nicht; 1480 gegründet, also 530 Jahre alt, gehört Trappeto eher zu den “jungen” Orten auf Sizilien. Zu dieser Zeit hatte das Bevölkerungswachstum nach neuen Raum verlangt, die sehr reichen Fischbestände waren ein großes Füllhorn aus dem es sich zu bedienen galt.
Sowas ging dann lange gut, bis ein Phänomen namens Globalisierung alles ändert; Japanische und Chinesische Fabrikschiffe, weit draußen auf Hochsee, kehren das Meer restlos durch, um ihre extremen Bevölkerungen 12.000 km weit von hier weiterhin mit Fisch zu versorgen. Aber auch europäische Flotten wetteifern im internationalen abgrasen eifrig mit; Fangquoten aus Brüssel zum Trotz heiligt die Politik andernfalls die wenigen Arbeitsplätze der Fischer sowie die Frischfischversorgung meerferner Millionenstädte auf dem Kontinent. Tendenz: steigender Bedarf ….
In Trappeto scheint es aber noch zu laufen, noch kann der halbe Ort davon leben. Georg und ich überlegen ev. mal morgens am Hafen was zu kaufen, direkt vom Fischer eben.
Gleich oberhalb vom Hafen ist Giuseppes Bar onda del Mare, dort gibt’s immer den neuesten Tratsch zu erfahren.
