Italien -Region Sizilien- (18.12.2014)
In Palermo gibt’s zwar jede Menge Kirchen, aber im Stil so ziemlich gleichgebügelt: Barock, Barock und Klassizismus, und wieder Barock … ist ja nicht schlecht, doch welch Überheblichkeit diese Epochen an den Tag legten, machten alles im ihren Schnörkel gleich, kaum ein Inneraum war sicher vor Kitsch, Pomp und fetten Engeln.
Jedoch fand ich einen Raum in Palermo, der noch authentisch unverändert seit über 800 Jahren ist: Die Cappella Palatina, die unverfälscht arabisch-byzantinisch-normannische Kapelle des großen Königspalastes in der nördlichen Innenstadt.
Mit feinsten Mosaiken, ob am Boden, Wand oder Decken, sowie Bildnisse aus dem gesamten alten Testament begeistern mich in ihrer Perfektion und Pracht, als sei alles erst gestern gemacht. Gold dominiert hier am meisten, die alten Könige zollten der mächtigen Kirche ordentlich Tribut, schufen große Pracht -nicht zuletzt um auch selbst vorm jüngsten Gericht nicht ganz so schlecht dazustehen… glaubten sie.
Ein ganz besonderer Ort historischer Perfektion, mitten in einer so schnelllebigen Stadt.
