Italien -Region Sizilien- (15.12.2014)
Noch ist es lang genug hell, 14:00 Uhr, somit fahre ich die nächste Strecke wenigstens nicht im Dunkeln und kann die Landschaft sehen.
Am Busbahnhof herrscht allerdings tote Hose um diese Zeit. Schließlich ist ja wieder ewige Siesta und das Land steht still. Selbst die einfache Bar, provisorisch in einem Alucontainer, hat zu. Ca 40 Leute müssen nun draußen im Schmuddelwetter ohne Dach, ohne irgendwas ausharren. Alles zu, dicht und finito; Italien ruht……..
Lediglich und zu meinem Erstaunen, fahren ein paar Überlandbusse, und in die Hauptstadt Siziliens, Palermo natürlich auch. Dort flüchte ich jetzt spontan mal hin, werde nicht um jeden Preis hier bleiben, Caltanissetta habe ich ja nun gesehen. Das reicht.
Zuvor beim Kebab essen in der Innenstadt, schaute ich noch in meinem Couchsurfingaccount, wo fünf aufwendig erstellte Anfragen nach Palermo auf Antwort warten.
Wie gehabt, typisch süd-italienisch, gibt’s dort nur von einem einzigen Totentanz zu berichten; kein einziger hat auch nur mit “nein” geantwortet. Im Mezzogiorno lebt man offensichtlich frei nach der Devise: Keine Antwort ist auch eine …. also ab ins Hostel, wofür ich schonmal ganz hellseherisch zuvor Recherche betrieb.
Die letzten Tage vor meinem “Urlaub” mit Georg hier auf der Insel und meinem Heimatbesuch bis März/April, bettel ich niemanden in irgendwelchen Gastfreundschafts-Foren an.
Dank der Weihnachtsspenden meiner Familie, sowie meiner lieben Tante Betti, kann ich mir jetzt die letzten vier Tage ein Bett im Schlafsaal leisten !!!!
(Bild: Das muss ich zeigen: “Einstürzende Hochbauten” …. wie hier gleich neben dem Busbahnhof in Caltanissetta, wo ganz oben rechts, mit Sperrholz das Problem einfach mal gelöst zu sein scheint … oft kann man in Süditalien sie katastrophale Bauqualität an bröckelnden, ja komplett brechenden Hauswänden deutlich sehen. Balkone drohen abzustürzen, ganze Schollen lösen sich aus den Fassaden. – und wird oft mit einigen Holzbalken “abgesichert" – fertig – )
