Italien -Region Sizilien- (12.12.2014)
Und dann noch die “Castagno dei Cento Cavalli" – die Kastanie der hundert Pferde: Hier reise ich umständlich über die Dörfer ganz nah am Fuße des Ätna an, muss es schaffen das komplizierte Busnetz zu verstehen, sogleich die sich gern wiedersprechenden Informationen von Anwohnern und Busfahrern.
Über Umwege schaffe ich es aber noch vor dem Dunkelwerden ins Kaff Sant’Alfio zu kommen, dort soll es ihn geben, eines der ältesten Bäume der Welt, älter als jedes antike Gebäude hier, älter als alles bei uns in Deutschland sowieso, und sogar älter als die ewige Stadt Rom; vor 3500 Jahren keimte mal ein zartes Blatt aus eine "Marone” wie bei uns die Eßkastanien heißen, und ahnte wohl kaum, noch bis heute als Baum zu überdauern.
Mir wird ganz schwindelig wenn ich an Rom zurück denke, all diese antiken Superlative, Pantheon, Thermen, Arenen und was weiß ich. Und plötzlich steht da diese Kastanie die schon zum Richtfest des Kolloseums bereits 1500 Jahre alt war… unfassbar.
(Bild: Anstrengende zwei Kilometer Bergauf am Ortsrand des Dorfes Sant’Alfio steht seit 3500 Jahren Italiens ältester Baum, mittlerweile vor “Öko-Vandalen” geschützt hinter einer stabilen Metallbarierre.)
