Italien -Region Sizilien- (05.12.2014)
Doch kaum auf Panarea angekommen, bahnt sich plötzlich eine Katastrophe an; fast schwarze, Kilometer hohe Wolken entladen sich in einem für mich noch nie gesehender Wucht; ich renne noch aus der Fähre, suche ein Unterstellplatz, werde von einer Windböhe erfasst und stürze in den Dreck… Hose und Schuhe sind total nass, und zum Glück aber sehe ich eine Überdachung, flüchte dorthin zwischen Tischen und Stühlen.
Bei einer weiteren, unglaublich starken wenn auch kurzen Windböhe, fliegt alles hier umher, ich helfe noch dem Barmann dabei die Plastikstühle und Tische einzusammeln, damit sie nicht ganz ins nahe Meer verschwinden.
Uuufff, klatschnass stehe ich da nun dicht an der Wand, die Gullys laufen stark über, die Straße wird zu einem reißenden Fluss braunen Wassers, und die Treppen hier im Dorf San Pietro gleichen Wasserfällen…. au Backe, sowas hatte ich nur einmal in Indien erlebt, damals vor 15 Jahren….
Nach zwei Stunden, meine Latschen sind Eiskalt durchnässt, lässt das Unwetter nach. Ich erkunde mich im Dorf nach den Wetteraussichten. Die sind ganz böse; über die Tage soll es immer wieder so weitergehen…. und das noch ruhige Meer soll schon heut Nacht gewaltig toben… so dass auf unabsehbarer Zeit auch keine Schiffe mehr fahren.
Ups, da muss ich aber schnell weg hier…. leider.
Die nächste Fähre kommt schon viel früher, wegen der Unwetterwarnung und ich steige schnell zu, ab nach Milazzo zurück in Sizilien….
(Bild: Im Dorf San Pietro auf der kleinen Insel Panarea sind Straßen und Treppen kaum noch zu erkennen, reißende Fluten, braun vom Schlamm des Berges strömen ins Hafenbecken.)
