Italien -Region Lombardei- (14.09.2014)
Lost in Brescia…. hier finde ich nun wirklich keinen der mich in sein Haus aufnimmt, und dabei hatte ich noch drei weitere Leute auf Couchsurfing angeschrieben, nlch nicht einmal irgendeine Antwort; Couchsurfing ist wirklich sehr schwer geworden, uuuufff….(all die lange Zeit vor dem Tablet in irgendwelchen WiFi-Cafes incl. überteuerter Cola…)
Von Mantova, dem Provinznest in den Tiefen des Lombardischen Flachlandes, kam ich wiedermals mit dem Bus, zahlte zwar, aber 3,60 Euro für 80 km lassen das Trampen wirklich nicht mehr lohnen.
Ein Dorf nach dem anderen, immer wieder wuselige, gesichtslose Kleinstädte, ein völliges Gewirr von Asphaltpisten, Brücken, Parkplätze, wilde Gewerbegebiete und Zentrumlose Siedlungen. Das ist die Lombardei hier, extrem dicht bewohnt und überall Bewegung. Der Bus ist rappelvoll.
Brescia (gesprochen: Brescha) soll das drittgrößte Industriegebiet Italiens sein. Wobei nur 200.000 Einwohner hier leben, wirkt die Stadt durchaus größer; besonders um den Bahnhöfen, aber auch im nördlichen Zentrum wimmelt es nur so von Afrikanern, Indern und Chinesen, – die neuen Bewohner von Bella Italia, die Zukunft Europas (wie ich es schon in Frankreich, Spanien und England bemerkte) lassen die einst schrumpfenden Städte wieder wachsen. Heute kann ich somit preiswert und gut für nur fünf Euro ein Pakistanisches Chiken-Curry genießen und werde wirklich satt.
Dennoch muss ich die Stadt bald wieder verlassen, um irgendwo draußen wild zu Zelten. Doch der Pakistaner weiß mir nicht nur ein billiges Essen zu zaubern, sondern auch ein Bett für sagenhafte 20 Euro zu empfehlen; in der Innenstadt, direkt im Viertel der Bangladesh-Community…
20 Euro oder eine Ochsentour zu Fuß mit 25 Kilo Gepäck irgendwo ins nirgendwo vor die Stadt…. ich zahle heute und besinne mich meiner noch immer gut vorhandenen Schweizer Hilfsmittel im Portemonaie.
