Italien -Region Kampanien- (28.11.2014)
Kaum zu glauben, wieder liegt mir eine Stadt zu Füßen; Salerno von meinem Berg aus gesehen, wo ich unter duftenden Pinien mein Zelt, sicher versteckt auf deren weichen Nadelpolster aufstellen kann.
Schwer trug ich wieder all die Last, viele, viele Treppen, Stufengassen und steilen Wegen aus der Alststadt empor, verlief mich und holperte unter Lebensgefahr über den schmalen Seitenstreifen eines Straßentunnels mit schlimmsten LKW-Wahnsinns……. doch fand den versteckten, mittlerweile gesperrten Treppenaufstieg zum Castello de Arechi.
Bis dorthin habe ich garnicht gebraucht, fand schon auf dem Weg dieses Loch in der Mauer, die längs die steile alte, baufällige Treppe begleitet, kletterte durch, riss mir noch ein Loch in den Schlafsack und sehe auf einen total geschützten, friedlichen Berghang, bewachsen mit dichten, dunklen Strandkiefern. Perfekt.
Ja, wirklich perfekt. Oder doch nicht?
Es dunkelt bereits, eine herrliche “ blaue Stunde” tönt für wesentlich kürzere Zeit den Himmel über Salerno in rosa-blaue Kontraste, wenig später die ganze Stadt in ein friedliches Dämmerlicht.
Doch für mich ist nun wieder schluss: 17:00 Uhr und ich sehe die Hand vor Augen nicht mehr.
14 Stunden bleibt es jetzt dunkel und wieder steht mir eine elend lange Nacht bevor…. Nächte wie sie ohne “Feierabend” ja eben ganz ohne Abende sind.
