Italien -Region Kampanien- (22.11.2014)
Endlich bin ich auch mal in einer Stadt wo ich mir die lokalen Spezialitäten mal leisten kann.
Napoli ist eßtechnisch leicht zu fassen: Pizza, Pasta und Sfogliatelle (Bild).
Was soll ich schon zur Pizza groß sagen, außer dass sie in Napoli mal erfunden wurde. Dünn und gut belegt, saftig und kräftig gewürzt schmeckt sie mir hier einfach am besten.
Zusammen mit dem Kaffee bildet die Pizza -ob als mittaglicher Snack oder Hauptmahlzeit eine Art Neapolitanisches Lebensgefühl, ein Heiligtum. Und überhaupt ist man stolz hier auf das, was mittlerweile in der ganzen Welt einen gewaltigen Siegeszug geschafft hat; ob in Frankreich, England, Indien, China oder die USA, überall gibt es an jeder Ecke eine Pizzaria, ja auch in Indien, wo ich schon öfter war, ist Pizza einfach voll im Trend. – Einmal Pizza-Curry-Massala bitte ….
In Napoli streiten gleich mehrer Adressen um die “beste Pizza” der Stadt, sowie um den Titel der ersten Pizzeria der Welt…. ganz ähnlich wie bei uns mit der Currywurst.
Mein Gastgeber Silvio aber schimpfte über die kulinarische Mentalität seiner Kampanischen Landsleute; sie gelten im Verglich zum Norden als eher fetter, essen ständig Pizza wo sie gehen und stehen. So haben die Frauen in Milano mehr Form, sind schlanker…. sagte er.
Auch Pasta gehören hier öfter auf dem Tisch als anderswo im Land; als “Primi Piatti” (erster Gang) sind sie in allen Varianten Standart und mit drei bis fünf Euro recht billig und total LECKER…
Letztendlich landen wir dann alle noch bei den Sfogliatella in Napoli, den berühmten Blätterteigtaschen mit süßer Ricottafüllung (süßer weicher Käse) die mit 1,50 € das Stück gleich mehrfach für mich erschwinglich sind, an jeder Straßenecke zu haben und so Kalorienreich sind, dass sie mich über den ganzen Mittag bringen.
Jaja, einmal ausprechen bitte: Sfogliatelle, ….ist auch richtig geschrieben, musste ich auch noch lang üben. Aber eben sehr Neapolitanisch!
Bier allerdings ist auch hier immernoch etwas Luxeriöses, sofern es vom Fass kommt; mit vier Euro je 0,4 l liegt es noch im oberen Preisberiech und wird künstlich aufgewertet.
Anders der Wein: Kampanischer Rotwein schmeckt fruchtig frisch, ist leicht und bekömmlich. Ich trank gestern mal ganz vorsichtig einen “Piccolo” und vertrug den echt gut. Auch Weißwein gibt’s viel in der Region, habe den aber noch nicht probiert, muss ja eben runterfahren mit all der Sauferei…..uuuff.
Dennoch denke ich viel an den himmlischen Limoncello, dem Zitronenlikör der hier an den steilen Küsten aus den Sonnenverwöhnten Zitronen gewonnen wird… mmmmmmhhhhh…..
(Bild: Sfogliatelle – Blätterteigtaschen)
