Irland – Kerry

Heute ist der faulste Tag, mal wieder totales Regenwetter fesselt uns ans Haus, oder in den Pub im nahegelegenen Port Macgee wo ich es den Iren gleichtue; frisch gezapftes Guinnes vom Fass trinken. Draußen prasselt der Regen vor die Fenster.
Mal sehen, morgen dürfte die Sicht wieder klarer sein, so das ich es noch schaffe mit Edmond diesen Berg weit draußen im Atlantik zu erkunden. Eine spitze Felsinsel mitten in der wilden See.

Gestern war das Wetter genauso grau, konnten aber wenigstens vor die Tür und fuhren nach Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands,  ganz im Süden der großen Insel gelegen.
Im “Englischen Markt”, einem überdachten Marktkomplex für frische Lebensmittel, musste ich dann endlich in den sauren Apfel beißen; Edmond will heute Austern kaufen und ich hatte noch nie damit zu tun…
Zuhause dann versuchten wir diese großen Muscheln zu knacken,  mit einfachen Messern aus der Schublade der Ferienwohnung.
Doch unglaublich, wie knallhart diese Dinger sind; Edmond schaffte lediglich vier, von insgesamt 12 Austern zu öffnen,  sie zu brechen, ja zu ermorden wie ich es in diesem Moment als eher unschön empfand.
Ich probierte zwar eine dieser Muscheln, schlürfte den kalten Schleim mit Zitronensaft und fand es geschmacklich garnicht so schlecht; wie eine salzige Meeresbriese auf der Zunge mundet die Sache irgendwie gut.
Dennoch aber gab Edmond auf, da die Schalen einfach zu hart sind, und  acht Austern durften ihr Leben fortsetzen;  an den Klippen unweit des Hauses warf ich die glücklichen Schalentiere zurück ins Meer.

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