Immernoch Sonne satt hier im ansonsten so verregneten Irland, wo mittlerweile sogar der akorate Rasen verdorrt; Rekordhitze seit drei Wochen lässt die eher kühlen Gemüter der grünen Insel staunen…
Mir soll’s recht sein. Wer weiß was die nächsten vier Wochen noch so bringen werden. Auch in kulinarischer Hinsicht…
Irland versucht sich seit je her – besonders vom ungeliebten Nachbarn England zu unterscheiden, mit mäßigen Erfolg; die Küche des Landes verliert sich eher in den Pizzaöfen, Dönerbuden oder gleich bei Mac Donalds ( zumindest ist hier der Name echt Irisch) – und erlaubt lediglich bei Fish & Ships etwas eigenständiges. Wenn auch dies noch aus England einst importiert wurde.
Doch eine Sache ist ganz klar Irisch. Ganz rein Irisch sogar: Die Pub’s. Die Dunkel – hölzernen Kneipen mit Livemusik und einem frisch gezapften Guinnes, jenem schweren, aber irgendwie hier sympathischen Schwarzbiertrunk, der eben nur hier wirklich gut schmeckt…
Soweit habe ich es schonmal gefunden, das unverkennbare Irland in seiner unverkennbaren, offenen Geselligkeit.
Morgen verlassen wir Dublin, die gemächliche Hauptstadt, die trotz gewaltiger Touristenmassen ihre Gemütlichkeit bewahren konnte.
Dublin, deren 1, 2 Millionen Einwohner man garnicht anmerkt, weil es gar provinziell anmutend seine Bescheidenheit vorführt.
Morgen aber suchen wir tief im Landesinnern weiter nach Irland. Dort suchen wir auf dem größten Fluss des Landes, dem River Shannon, nach einem anderen Irland.
Zwei Wochen auf einem Boot das wir bis zur Westküste lenken werden, sollen Einblick ins tiefste Irland erlauben…