Zum Glück geht es dem Fuß jetzt wieder besser. Zwar kann ich noch immer nicht wirklich gehen, aber der heftige Dauerschmerz ist weg und einige Meter umhergehen sind möglich.
Dennoch ist diese Pille unfassbar bitter. Nach all der Zeit des Erwartens dieser Reiseetappe mit täglichen Wanderungen durch die Hammerlandschaft des tiefen, irischen Westens, mit seinen Bergen, Seen und Steilküsten, macht es nun besonders Spaß hier seine Zeit im Auto oder In Kneipen abzusitzen…
Heute sind wir 160 Kilometer nach Norden gefahren, an die zerklüftete Küste nordwestlich von Galway, einer Landschaft voller Weite und erhabenen Bergen am Horizont.
Hier nähern wir uns bereits dem nächsten Ziel, dem Kloster Keylmore, mitten in den Bergen, wo wir morgen abend eingeladen sind und zwei Tage bleiben.
Bin mal gespannt ob es dort WIFI gibt. Das versüßt mir die Zeit des wartens, da ich ja nicht gehen kann.
Ansonsten stehen mir besinnliche Zeiten voller Einkehr bevor, – solange es hilft wieder flott zu werden.
Heute sind wir aber noch in Cliften einer Kleinstadt die vor Touristen aus allen Nähten platzt, so wie all die anderen Dörfer entlang der Küste.
Auch die berühmten Cliffs of Moher wollte ich mir anschauen, ergriff aber nach recht langer Anfahrt die Flucht.
Die weltberühmte Steilküste ist neulich zu einem Touristenkomplex verbaut worden wo die Massen voller Buntgekleideter Urlauber mich gründlich verschreckten. Zudem sollte ich noch zur Kasse gebeten werden um mir diese Grandiose Steilküste ansehen zu dürfen.
Schnell weg, leider.