Stööööhhn, lost in Nantes…. mein Gastgeber wohnt ja garnicht in der Stadt, sondern ca 30 km außerhalb, in einem Dorf das Malville heißt. Da fährt aber kein Bus oder sonstwas hin. Mein Gastgeber ist 28 Jahre alt und irgendwie komisch; wir chatten miteinander und er gibt mir kaum Info’s wie ich aus der Großstadt in sein Dorf komme. Statdessen organisiert er eine Party für mich, lässt er mich wissen….
Währenddessen treffe ich bei meinen schweißtreibenen Streifzügen von Touristen-Info, zu sämtliche Bushaltestellen in der Innenstadt und einer Kneipe mit WiFi (die ich immer suchen muss) jemanden, der mich anspricht auf meine vielen Flaggenaufnäher am Rucksack.
Alain heißt der etwas ältere Mann und spricht sogar etwas Deutsch, ja und das hier in Nantes…tiefer in Frankreich drinn geht nicht.
Ich rege mich auf über die komplizierte Informationsbeschaffung (auch im Internet blicke ich bei den Fahrplänen oft nicht durch, erst recht auf Französisch nicht) und über meinen komischen Gastgeber der anstatt mir irgendwas nützliches mitzuteilen, die große Party organisiert.
Alain winkt mit dem Zaunpfahl; fragt ob es mir gut gehe und ich vielleicht nicht bei ihm “zur Ruhe finden” solle.
Hmm, warum eigentlich nicht. Gerade solche Zufallsbegegnungen sind doch immer die besten, auch wenn man übers Internet so schön im Vorraus sein “Übernachtungsnetzwerk” vorbereiten kann. Alain muss aber noch weiter, er arbeitet und seine Pause ist bald vorbei. Wir verabreden uns für 17:00 Uhr an der Kathedrale von Nantes, den Party People maile ich meinen glücklichen Treffer, worauf der stinksauer mit einer gesalzenen Abfuhr reagiert; egal, meine Couch in Nantes habe ich ja jetzt sicher. – und das ohne die Nacht durchmachen zu müssen.