Eeeendlich angekommen; in der Zielregion im allertiefsten Frankreich, dem Limousin, einem bergigen Bauernland voller Rinder und Wälder…
Gestern war ich noch im schönen Maćon, einer kleinen, aber sehr geschäftigen Stadt im südlichen Burgund, zeltete dort in einem Grünstreifen nach langer Tour (ca 450 km) per Anhalter.
Anschließend zog ich weiter, hob den Daumen in die regnerische Luft und hoppelte von Dorf zu Dorf; trampen in Frankreich scheint echt gut zu klappen. Nötig ist das auch bei dem wohl teuersten Zügen Europas (lediglich Schweden, Norwegen und die Schweiz sind ähnlich teuer) -in Frankreich sind die Bahn-Kilometer wohl vom Preis-Leistungs Verhältnis die unverschämtesten weltweit. Bei meinen Nachfragen an verschiedenen Bahnhöfen trifft mich jedesmal der Schlag… aber naja, bei unseren Nachbarn (die übrigens vom Einkommen nicht über dem Deutschen liegen) läuft ja so manches nicht richtig; während einer Heißhungerattake zahlte ich kürzlich sechs Euro für ein schlaffes Sandwich. Die Cola für 3,50 hatte ich mir dann verkniffen; Leitungswasser tuts auch.
Doch die Menschen hier sind dem offensichtlich Budget-Reisenden sehr freundlich gesonnen; bis Clermont Ferrand habe ich es noch geschafft, nahm aber noch einen Bus für die letzten 30 km bis nach Ussel (gesprochen: Üssel) und war gestern spät Abends dort im Wald zum zelten gelandet. Leider war schon alles tot im 17.000 Einwohner Ort, hier in dieser tiefsten Provinz, sodass es sowas von toll war dieses alte, trokene Dönerbrot noch im Vorrat zu haben. Eine Flasche Wasser hatte ich mir noch an einem Haus in der Nähe “erbetteln” müssen.