Frankreich – Region Korsika – (04.11.2014)
Keine Chance, ich verlief mich noch in Bonifacio, fand nicht hinaus aus der umgebenden Stadtmauer, schleppte mich wieder ab bis hinaus, höher auf die Klippen bis irgenwann die Luft komplett raus war: Einen Kilometer Stadtauswärts campe ich inmitten der Macchia (mediterranes Buschland) abseites der allgegenwärtigen Trampelpfade.
Schnell dunkelt es, schon um halb sechs ist es völlig finster und nur knapp fand ich einen Platz, groß genug für’s Zelt.
Heute am nächsten Morgen dann, erwache ich in bester Morgenfrische unter Korsisch-blauen Himmel.
Die zarten Sonnenstrahlen reichen bei weitem nicht aus um die von Kondenz und Tauwasser benetzte Zeltplane anzutroknen. Es ist zudem schon zu spühren dass November ist; gerade mal sechs Grad lassen mir die Finger beim Abbau des klatschnassen Außenzeltes, gründlich frosten…. eiskalt …
Doch dann schreite ich zurück Richtung Meer, Richtung Klippe und setze mich an der Natursteinmauer, lasse die Sonne intensiver wirken und frühstücke die letzten Brotreste vom Vortag, rasiere mich und putze die Zähne mit den letzten Schlücken Mineralwasser.
(Bild: Nasses Zelt….auch wenns innen wunderbar troken bleibt, oft bei kühlen Nächten ein Problem, wenns ans einpacken am Morgen geht)
