England / York

Der heutige Tag ist aber alles andere als toll: kaum wird es wieder hell, da prasseln schon die ersten Regentropfen auf die Zeltplane.
Heute habe ich aber Zeit und warte eingehüllt in meinen warmen Decken den Regen ab, Frühstücke noch ausgibig; meine Essensvorräte müssen aufgebraucht werden.

Aber wieder ist es arschkalt, meine Finger frieren fast ab als ich das nasse Vorzelt in die enge Tasche stopfe, gehe schlecht gelaunt zum Autorasthof und halte die kalte Hand in den Wind um von hier weg zu kommen.
Die Stunden vergehen und immer wieder fliehe ich vor den Regenschauern die sich peitschend übers Land schieben, es ist nasskalt und ich bin schon steif und starr, merke kaum noch meine Füße.
Als dann nocn meine Mütze vom Wind fortgeblasen wird und ich 50 Meter über die Straßen hinterherrennen muss, gib ich auf, packe meine schweren Taschen und kämpfe mich wieder durch das Gewirr von Gesichtslosen Wohngenieten, verirre mich, werde aber von einem beherzten Anwohner zum Busbahnhof gebracht und kehre nach Newcastle zurück.
Hier kaufe ich mir jetzt einfach ein Bustiket nach York, 100 Kilometer fur 16 Pfund.

Der Bus rast durch die grünen Weiten Englands, der Regen gibt alles und prasselt wie aus der Gießkanne gegen die Fenster.
Heute war das mal nichts mit dem Trampen. Egal, solange ich noch etwas flüssig bin, nutze ich das auch.

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